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BMW X6 M – Das Bayerische Kraftpaket

24. Februar 2015 | robins

X6 M X6 M

Das „M“ hinter der Typbezeichnung eines BMW steht für Motorsport – eigentlich. Denn spätestens, seit sich das M auch hinter den gewaltigen und schweren SUVs der Münchner findet, lässt sich das „M“ mit „mehr“ gleichsetzen. Mehr Power, mehr Vorschub, aber auch mächtig Gewicht. Das lässt dann doch für eine Sekunde beim Gedankenspiel leichte Zweifel aufkommen, ob sich ein „M“ für Motorsport und das pompös schwerfällige Bild eines großen SUV überhaupt verbinden lassen. Dass das grundsätzlich funktioniert, hat die BMW-eigene M-Tuning-Schmiede bereits unter Beweise gestellt mit dem letzten X5 M und dem X6 M der ersten Generation. Doch nun tritt die zweite Generation des X6 Coupés das Erbe an. Nicht dezent, aber vielmehr mit einem bärenstarken „M“ wie mehr.

X6 M: Coupé, sportlich SUV – geht das überhaupt?

Bevor der X6 in den Reigen der M-Modelle aufgenommen wurde, war die Welt noch in Ordnung. Der BMW 6 M war der erklärte König in der Münchner Königsklasse. Dass ausgerechnet ein schweres SUV ein sportliches Coupé vom Thron stoßen könnte – auch trotz des anhaltenden Booms der cw-Wert-Bremser mit Nutzfahrzeuggewicht lange Zeit undenkbar. Aber was ist heute schon noch normal? Ein paar Jahre zuvor wäre auch die ausschließlich mit Sportlichkeit assoziierte Coupé-Bauform undenkbar für einen Geländewagen umsetzbar gewesen. Aber das SUV ist wohl in jeder Hinsicht ein Phänomen, denn schließlich ist die beliebte Fahrzeugklasse ein für den Asphalt getrimmter Sportwagen, der das Offroad so gut wie nie sehen wird. Da ist es schon wieder fast konsequent, mit einem X6 SUV-Coupé gleich in die Sportwagenklasse einzusteigen. Der Begriff „Bolide“ bekommt hier gleich eine völlig neue Bedeutung.

Der X6 M der zweiten Generation: das maximale Mehr

Nachdem BMW M mit dem ersten X6 M einen solch fulminanten Start an den Tag legte, war die Neugier bei vielen groß, wie sich wohl die zweite Generation M am X6 machen würde. Doch schon am werkinternen Typ zeigt BMW, wo es lang geht. Hört der erste X6 noch auf eine typische Modellbezeichnung wie E71 oder E72, heißt die zweite Generation F16. Was sich anhört wie ein Düsenjet, kommt in Form des X6 tatsächlich wie einer daher. Es ist einfach alles mehr: das Herzstück, ein völlig neu entwickelter Achtzylinder mit Biturbo-Aufladung schöpft aus 4,4 Litern Hubraum. Liegt die Leistung mit 575 PS noch gleich mit dem X6 Coupé, zeigt sich das Mehr beim X6 beim Vortrieb. Der Sechser M muss mit 680 NM Drehmoment auskommen, dem X6 M spendierten die Ingenieure gewaltige 750 NM. Damit besitzt der neue X6 M den „M“ wie mächtigsten Motor, den BMW hier je verbaut hat in dieser Klasse.

Beherrschbare SUV-Masse mit ausgefeilter Elektronik

Für einen schlupffreien Antrieb aus alle vier Räder sorgt eine sauber und präzise arbeitende 8-Gang-Steptronic. Die ungebändigte Kraft wird gut auf den Allradantrieb verteilt. Damit sich die massive Kraft dennoch beherrschen lässt, stehen zahlreiche Assistenzsysteme wie ESP zur Verfügung. Das ist bitter notwendig, denn mit einer Masse von schlappen 2,3 Tonnen, die, erst einmal in Bewegung gesetzt, beim Abschalten der Systeme höchstes fahrerisches Können abverlangen, wird der Bär im X6 M gezügelt. Die weiteren Fahrwerte, die der X6 M dabei auf einer wahren Formel-1-Strecke in den USA an den Tag legt, lassen so manchen herkömmlichen Sportwagen erblassen: 4,3 Sekunden, um die 2,3 Tonnen von o auf 100 zu bringen. Interessant wird in diesem Zusammenhang bestimmt auch der Bremsenverschleiss. Übrigens – diese Bremsenteile, jeden anderen Ersatz und Zubehör finden Sie hier zu attraktiven Preisen.

Auch optisch zeigt der X6 M ungeniert und beinahe protzig kultiviert das Mehr

Aber auch die Optik des X6 M verspricht völlig unverhohlen ein enormes Mehr. Große Airbreather hinter den vorderen Kotflügeln, an der Front mächtige BMW-Nieren und darunter Lufteinlässe mit grobmaschigen Racing-Netz, eingefasst in scharfe, aggressiv sportliche Linien. Dazu ein Heck mit edlem Diffusor und bulliger 4-Rohr-Abgasanlage, die schon beim Starten einen faszinierenden Bass erzeugt, der sofort nach mehr verlangt. Beinahe ungeniert stellt der X6 M zur Schau, dass bei ihm alles ein bärenstarkes Mehr ist. Aber nicht nur das Exterieur sticht ins Auge. Auch das X6 Interieur begeistert. Feinstes Leder, hochwertig verarbeitet laden ein und überraschen mit einem echten Sportsitz-Feeling mit mächtig gutem Halt an den Seiten. Dazu kommt ein extra für den M kreiertes Instrumenten-Design und natürlich das obligatorische M-Lederlenkrad mit den Schaltpaddels für die Steptronic.

Das M völlig neu definiert

Doch wenn es auch in jedem Bereich mehr wurde und der neue X6 M wohl noch mehr polarisieren wird als sein Vorgänger, so gibt es doch einen Bereich, bei dem es weniger statt mehr wurde: die Münchener konnten trotz des mächtigen Antriebsaggregat den Durst des Pfundskerls von über 13 auf 11,1 Liter mindern. Leider ist aber leider beim Preis wieder ein kleines Mehr dazugekommen. Bei knapp 118.000 Euro geht es los. Dafür gibt es dann aber feinstes Leder, Xenon, 20-Zöller im passenden Design und vor allem das M für das mächtige Mehr. Jedenfalls haben die Münchner einmal mehr bewiesen, dass sie ein bereits in höchsten Tönen gelobtes erstes Modell wie den BMW X6 M in der neuen Generation noch spektakulärer und dennoch überzeugend übertreffen können.


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