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Ford Escort I

8. Juni 2012 | robins

Ford Escort I Ford Escort I Niemand hätte es ihm zugetraut, doch letztendlich hat der Ford Escort es allen gezeigt: der aufgrund seiner fantasievoll gestalteten Front spöttisch als „Hundeknochen“ verunglimpfte kleine Flitzer leitete eine Ära ein, deren Nachwehen noch heute zu spüren sind. Schließlich wurde der Ford Escort bis einschließlich 2000 gebaut und entwickelte sich, trotz leichter Anfangsschwierigkeiten, zum echten Kassenschlager.

Aber eins nach dem anderen: Als Ford Ende der 60er Jahre voller Ambitionen und Zuversicht verkündete, einen Konkurrenten zu den beliebtesten Mittelklasse-Wagen dieser Zeit, nämlich dem Opel Kadett und dem VW Käfer, herausbringen zu wollen, hielten viele dieses Unterfangen für schlichtweg unmöglich. Und tatsächlich brachte es der Ford Escort I in Deutschland während seiner gesamten Produktionszeit von 1968 bis 1974 auf gerade einmal 234.667 verkaufte Exemplare. Der in den britischen Ford-Werken entwickelte erste Escort wurde ab November 1967 in Halewood und ab Januar 1970 auch in Saarlouis in Deutschland produziert. Zuvor waren allerdings schon in Belgien gefertigte Modelle auf dem deutschen Markt erhältlich. Technisch verband den Escort I sehr viel mit seinem Vorgänger, dem Ford Anglia und im Gegensatz zu Deutschland war der Begründer der Escort Familie in Großbritannien von Anfang an ein großer Erfolg. Die Tatsache, dass die deutsche Kundschaft dem Amerikaner zunächst etwas skeptisch gegenüberstand, lässt sich neben der großen Konkurrenz auf dem gleichen Marktsegment vor allem auf die Einfachheit der Konstruktion und der Ausstattung des Escorts zurückführen. Ein starre Hinterachse und ein Vierzylinder-Viertaktmotor mit einer Leistung von 40 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 127 km/h rissen schon damals wohl niemanden vom Hocker. Das war auch der Grund, warum bei späteren Modellen tiefer in die Konstrukteurskiste gegriffen wurde.

Ford Escort I Ford Escort I Der Escort I war sowohl als zwei- oder viertürige Limousine sowie als Kombi (Bezeichnung bei Ford: Turnier) zu erstehen und wurde als sportlicher Familienwagen vermarktet. Der verchromte Kühlergrill, der auch die runden Scheinwerfer mit einschloss, brachte dem Escort aufgrund seiner Form den Kosenamen „Hundeknochen“ ein. Doch gerade diese Details sowie die abgerundeten Kanten des kleinen Flitzers machen ihn heute zu einem begehrten Kultobjekt.

Seine stabile Konstruktion und ein aufgemotzter Motor brachten der 1973 den Markt erobernden RS 2000er Version des Escorts viele Erfolge auf Rallyes und eine Imagepolitur ein. Auch diese Rennversion, erkennbar an der zweifarbigen Lackierung, wurde technisch weiterentwickelt und führte zu noch erfolgreicheren Nachfolgern, wie dem RS1600.

Auch wenn der Ford Escort I noch keine Begeisterungsstürme in der Automobilbranche lostrat, so war er doch der Anfang einer ganz großen Erfolgsgeschichte: Der Ford Escort mauserte sich schließlich bis zu seinem endgültigen Ende im Jahre 2000, gemessen anhand der Zulassungsanträge, zu einem der erfolgreichsten Mittelklassewagen aller Zeiten.

Daten:

Produktionszeitraum: 1968-1974

Vorgänger: Ford Anglia

Nachfolger: Ford Escord MKII

Leistung: 40 PS

Karosserieversionen: Kombi & Limousine

Höchstgeschwindigkeit 127 km/h

Leergewicht: 825–900 kg

Links:

Reminiszenz an den Ford Escort I

detaillierte Fanseite

Interessengemeinschaft RS2000 mit vielen Informationen auch zum Ursprungsmodell


Kommentare

Ein Kommentar zu “Ford Escort I”

  1. Gernot
    3. Mai 2013 um 10:40 Uhr

    Hi,

    ich finde die Front „Hundeknochen“ hat Charme, wenn ich sie mit dem Einheitsbrei heutiger Fahrzeuge vergleiche. Das sieht irgendwie alles gleich aus.

    Gruß

    Gernot

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