Politik gegen steigende Benzinpreise
26. Mai 2011 | Alexander Schwarz
Benzinpreise
Stau, die Zeit zum Termin wird knapp, die Reservelampe leuchtet auf - eine vertraute Situation. Da erfreut es umso mehr,
an der Tankstelle seines Vertrauens von Rekordpreisen begrüßt zu werden - die im Sommer 2008 als Rekordpreis betitelten 1,59 für den Liter Super sind fast schon Normalzustand. Doch damit soll nun Schluss sein, zumindest wenn es nach FDP und SPD geht.
Die Kraftstoffpreise sind höher, als sie sein müssten
Der heute veröffentlichte Abschlussbericht des Bundeskartellamts legt die Ursachen für das derzeit hohe Preisniveau offen: Die fünf größten Mineralölunternehmen (Aral, Jet, Esso, Shell und Total) machen sich keinen Wettbewerb - sie diktieren die Preise mit einem Marktanteil von knapp 70%.
Zur offiziellen Pressemeldung des Bundeskartellamts
Was die Politik unternehmen will
Das die Preise viel zu teuer sind, ist keine neue Erkenntnis - Was will die Politik nun unternehmen?
FDP Die FDP schlägt vor, dass Tankstellennetz unabhängigen Betreibern zu überlassen und somit den Ölmultis
das Tankstellennetz zu entreißen.
SPD Die SPD forderte die Bundesregierung auf, Preiserhöhungen an den Tankstellen zu erschweren.
Das Bundeskartellamt wird nun Verfahren gegen nachweisbare Rechtsverstöße einleiten - Zusätzlich soll der Gesetzgeber prüfen, ob Verbesserungen durch regulative Eingriffe erzielt werden können.
Was wir selber tun können
Auf das Auto verzichten wollen wir nicht - die Preise beeinflussen können wir nicht, doch wir können sie boykottieren, in dem wir möglichst dann tanken, wenn es gerade günstig ist. Unterstützung dazu bietet beispielsweise die Website benzinpreis.de oder die iPhone-App von “clever-tanken”. Mit letzteren lässt sich die günstigste Tankstelle in der Umgebung finden.


Kommentare
Kommentieren Sie “Politik gegen steigende Benzinpreise”