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Maserati Bora

13. September 2010 | robins

Maserati Bora Maserati Bora Der Maserati Bora macht seinem Namen alle Ehre. In alter Maserati Manier nach einem Wind benannt, übertrifft dieser Spitzenwagen seinen Namensgeber sogar in punkto Spitzengeschwindigkeit: Denn bei bis zu 280 Kilometern in der Stunde bleibt der Wind tatsächlich auf der Strecke.

Nachdem andere Sportwagenhersteller wie Ferrari und Lamborghini bereits seit einiger Zeit auf einen Mittelmotor setzten, konnte sich Maserati erst 1972 mit dem Bau seines neuen Stars, des Maserati Boras, zu dieser Antriebsart durchringen. Und der neue Wagemut der Konstrukteure aus dem Hause des Dreizacks sollte sich bezahlt machen: Der von Maserati Chefingenieur Giulio Alfieri und dem berühmt berüchtigten Automobildesigner Giorgietto Giugiaro, der sich bereits mit anderen schöpferischen Meisterleistungen einen Namen gemacht hatte, entwickelte Grantuismo war voll und ganz der italienischen Tradition verpflichtet und sorgte trotzdem – oder gerade deshalb? – für frischen Wind auf den Straßen.

Maserati Bora Maserati Bora Die zeitgemäß kantige Form, die Auspuffanlage mit den vier Endrohren, die Klappscheinwerfer und der Chromzierrat bezeugten das italienische Feuer, das diesen Wagen zu einem Sportwagen der Extraklasse machte. Sein wassergekühlter 4,7 Liter V8 Mittelmotor, vorwiegend aus Leichtmetall, mit oben liegenden Nockenwellen brachte eine Spitzenleistung von 310 PS bei 6000 Umdrehungen pro Minute und brachte den Bora in unter sieben Sekunden auf Tempo 100. Durch einen demontierbaren, gummigelagerten Gitterrohrrahmen, in dem Motor, Getriebe und Differenzial Platz fanden, konnte nicht nur der Lärmpegel gedämmt, sondern auch allzu arge Vibrationen vermindert werden.

1971 wurde der elegante Kraftprotz auf dem Genfer Autosalon der Öffentlichkeit präsentiert. Obwohl der Italiener großen Anklang fand, beliefen sich die produzierten Exemplare bis 1978, dem Ende der Produktionszeit, auf lediglich 571 exklusive Fahrzeuge. Schuld daran waren neben dem ebenso exklusiven Preis von 85.000 DM auch die Schwierigkeiten, die Abgas- und Sicherheitsnormen auf dem amerikanischen Markt verursachten. Und auch im Unterhalt erwies sich der Maserati Bora mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 25 Litern auf 100 Kilometern im Vergleich zu anderen Sportwagen nicht gerade als sparsam. Doch darauf kommt es dem geneigten Sportwagenbesitzer ja bekanntermaßen weniger an. Interessanter machte ihn da schon eher die für Maserati übliche Kombination aus elegantem Komfort und kraftvoller Sportlichkeit, die sich sowohl unter der Motorhaube, im Erscheinungsbild als auch im Innenraum widerspiegelte. Ein besonderes Highlight war die gewölbte, spitz zulaufende Motorhaube, die dem Wagen ein leicht gefährliches Aussehen gab.

Der Maserati Bora schaffte, woran viele Sportwagen seiner Zeit, aber auch heutzutage, scheitern: Er vereinte Sportlichkeit und Exklusivität und sprach damit auch eine ebenso exklusive Käuferschicht an, die es aufgrund der guten Verarbeitung auch heute noch genießt, dem Wind davon zu fahren.

Daten:

Produktionszeitraum: 1972-1978

Karosserie: Coupe

Leistung: 310 PS

Spitzengeschwindigkeit: 280 km/h

Leergewicht: 1830 kg

Links:

offizielle Maserati-Seite mit vielen Informationen zu einzelnen Modellen

Reminiszenz an den Maserati Bora

englische Bora-Fanseite mit vielen Fotos


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