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Chevrolet Spark

16. Juni 2010 | AutomaTick

Chevrolet Spark Chevrolet Spark Frisches Fünkchen
Der kleine Stadtflitzer liefert koreanische Bescheidenheit als neue US-Tugend.

Der Name “Spark” (Englisch für “Funke”) hätte zwar besser zu einem neuen Hybrid- oder Elektrofahrzeug gepasst. Das sollte aber den in Korea gebauten Nachfolger des Matiz, der noch unter dem Namen Daewoo auf den Markt kam, nicht weniger erfolgreich machen.

Das Außendesign des neuen Stadtflitzers ist irgendwo zwischen pfiffig und bullig einzuordnen (falls ein so kleines Auto bullig wirken kann). Und bis auf die etwas zu glatt gestaltete Mittelkonsole ist auch die Innenoptik von den Armaturen angefangen zumindest originell.

Einen frischen Auftritt, das wollen auch die meisten Kundinnen und Kunden, die sich in diesem Segment nach einen Auto umsehen. Und hier kann der fünftürige Spark vor allem mit seinem Kampfpreis punkten. Das Einstiegsmodell (ohne Zentralverriegelung, Laderaumabdeckung und Radio) gibt es zwar schon um 8990 Euro, richtig reizvoll wird es aber erst ab 9990 Euro: Zu diesem Preis bekommt man die 68-PS-Version (die keinesfalls untermotorisiert wirkt) mit sechs Airbags, Klimaanlage, CD-Radio und elektrischen Fensterhebern vorne. ESP kostet 490 Euro extra, weshalb der kleine Chevrolet auch nur vier Sterne beim NCAP-Crashtest bekommen hat. Zum Verkaufsstart (Ende Februar 2010) wird in Österreich zudem ein Sondermodell angeboten, das zum selben Preis noch ein paar Extras wie Fernbedienung und Dachreling inkludiert hat. Für alle Modelle gilt eine Drei-Jahres-Garantie, die alle Servicekosten inkludiert.

Chevrolet Spark Chevrolet Spark Bei ersten Tests gefiel vor allem die sehr gute Kopffreiheit und die ordentliche Verarbeitung des Interieurs. Lenkung und Fünfgang-Schaltung sind in Ordnung, und wenn man den 1.2-Liter-Benziner (ab 11.690 Euro mit ESP, Nebelscheinwerfern und Bord-PC etc.) richtig hochdreht, wirkt er mit seinem kernigen Klang geradezu spritzig. Die Rücksitzbank ist 60:40 umlegbar, leider aber nicht längs verschiebbar. Wünschenswert wären tiefere Fächer in den Türen für Kartenmaterial sowie rutschfeste Unterlagen in den ansonsten reichlich vorhandenen Hartplastik-Ablagefächern. Außerdem fehlt beim Bordcomputer die Spritverbrauchsanzeige.
Alles in allem schafft der Spark aber einen sehr gelungener Auftritt. Wenn jetzt auch noch bei den amerikanischen Kunden mithilfe des Fernost-Ablegers der US-Marke der Kleinwagen-Funke überspringt, dürfte sich das auch erfrischend auf die CO2-Bilanz auswirken.

Die Motoren
1.0 16V: Vier Zylinder, 995 ccm, 50 kW/68 PS bei 6400/min, 93 Nm bei 4800/min, 0 bis 100 km/h in 15,5 sec., 154 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/überland): 6,6/4,2/5,1 l/100km, 119 g CO2/km.
1.2 16V: Vier Zylinder, 1206 ccm, 60 kW/81 PS bei 6400/min, 111 Nm bei 4800/min, 0 bis 100 km/h in 12,1 sec., 164 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/überland): 6,6/4,2/5,1 l/100km, 119 g CO2/km.

(getestet von Tobias Micke)


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