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In London gehen die Lichter aus

16. Oktober 2009 | Peggy Stuber

Licht aus! Licht aus! Ampeln sind ja eine voll ätzende Erfindung. Man steht ewig in der Gegend rum, verqualmt die Umwelt, dann sind sie auch noch kaputt, falsch ein- oder gar aufgestellt. Wer braucht die Dinger eigentlich?

Studien zeigen, dass Ampeln uns zu rücksichtslosen Rüpeln verkommen lassen. Wer Grün hat, fährt. Dass die Oma mit ihrem Wägelchen den Fußweg noch gar nicht erreicht hat, kann man nur schwer tolerieren. Los, los, ich hab grüüüüüüüüün! Hat man ja auch nicht so lange, muss man sich schon beeilen.

Als man in einer niederländischen Stadt die Ampeln abstellte, nahm die Zahl der Verkehrsopfer, aber auch die Zahl der Verkehrsstaus ab. Das sollte uns regulierungswütigen Deutschen doch zu denken geben.

In London wird jetzt vielerorts abgeschaltet. In einer sechswöchigen Testphase wird mit Kameras überprüft, was das für Auswirkungen auf Autofahrer und Fußgänger hat. Mehr als 100 von 400 Ampeln könnten insgesamt zur Debatte stehen, um die Stadt vom Verkehrschaos zu befreien. Das ist doch mal ein mutiger Versuch. In Berlin gäbe es dagegen bestimmt gleich ein Bürgerbegehren.


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