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Maserati Indy

4. Oktober 2009 | robins

Maseratiy Indy Maseratiy Indy Sein Name repräsentiert den Stolz einer ganzen Nation: Der Maserati Indy erhielt seinen Taufnamen zu Ehren der zwei in Italien bis heute unvergessenen Siege Maseratis bei dem berühmt berüchtigten 500 Meilen Rennen in Indianapolis aus den Jahren 1939 und 1940. Und diese Ehre steht dem schnittigen Italiener gut zu Gesicht. Trotz der vielfältigen Konkurrenz, sogar aus den eigenen Reihen, denn seine Produktionszeit überschnitt sich mit der von anderen Maserati Klassikern, wie dem Maserati Mexico, dem Ghibli und dem Maserati Mistral, gelingt es ihm bis heute, ein Glänzen in die Augen von Classic-Car-Liebhabern zu zaubern.

Sein Debüt feierte ein Prototyp des Indys 1968 auf dem Turiner Autosalon – damals allerdings noch unter Vignale-Flagge, da die Karosserie dieses Wagens der Feder von Alfredo Vignale entstammte. Erst ein Jahr später, diesmal auf dem Genfer Autosalon fand sich der Indy als Maserati wieder und versetzte trotz der starken Nebenbuhler sowohl die Fachwelt als auch die Öffentlichkeit in Begeisterung.

Der Ur-Indy folgte in seiner Bauweise den technischen Konzepten des Mexicos, des Ghiblis und des Quattroportes, wobei sich der italienische Autobauer diesmal mit einer selbsttragenden Karosserie an einer innovativen Neuerung versuchte. Bemerkenswert war außerdem die gefällige und sportliche Optik des Indys, die trotz einiger kleinerer Mängel die Tester von „Auto, Motor, Sport“ zu folgendem Kommentar hinriss: „Die meisten sportlichen Autos sind entweder viersitzig oder schön. Der Indy ist beides“. Und in der Tat kann sich dieses Sportcoupe, in dem vier Personen bequem Platz haben, durchaus mit so manchem Flitzer mit nur zwei Sitzen messen.

Insgesamt wurden drei verschiedene Versionen des Indys produziert, die sich jedoch äußerlich nicht gravierend voneinander unterschieden. Die erste Version des italienischen Sportwagens kam mit einem 4,2 Liter Achtzylinder-Motor und 260 Pferdestärken daher, während die dritte Variante später mit 4,9 Litern Hubraum und 320 PS aufwartete. Mit einem Leergewicht von ca. 1500 bis 1600 kg brachte es der Indy auf eine Spitzengeschwindigkeit von knapp 250 km/h bei einer Beschleunigung (des ursprünglichen Models) von 8,2 Sekunden von 0 auf 100. Doch auch das Wageninnere hielt sich streng an die bewährte Maserati-Tradition – jedes Detail war liebevoll gestaltet und alles in allem ergab sich ein luxuriös anmutender Innenraum, in dem es sich auch auf langen Fahrten durchaus aushalten ließ.

Zwar musste der geneigte Käufer eines Maserati Indy nicht ganz so viel auf den Tisch legen, wie für den zugegebenermaßen ein wenig eleganteren Ghibli, doch auch beim heutigen Preis eines gut erhaltenen Exemplars muss man dann doch erst einmal Schlucken, denn der Indy bringt es heute immer noch auf bis zu 40.000 Euro. Die Produktionszeit endete 1975 mit knapp über 1100 Exemplaren und der Nachwelt blieb damit ein Klassiker der italienischen Automobil-Kunst erhalten.

Daten:

Produktionszeitraum: 1968-1975

Leergewicht: ca. 1500-1600 kg

Version: Coupe, 4-sitzer

Leistung: 260-320 PS

Links:

Fotogalerie

Deutsche Seite für Sportwagen

Englische Seite zum Indy mit ausführlichen Daten und Fotos


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