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Kia Soul Active Pro

28. Juli 2009 | AutomaTick

Kia Soul Active Pro Kia Soul Active Pro Fesches Seelchen
Mit pfiffigem Design und originellen Extras wird der Lifestyle-Koreaner von Kia zum echten Hingucker und Gute-Laune-Mobil.

Der Soul hat Seele. Er ist ein Gute-Laune-Auto - mehr noch - ein optisch fesches, flottes Kerlchen mit Liebe zum Detail - was man bei der an sich recht klotzigen Kastenform im ersten Moment gar nicht vermuten würde. Mit neuem Auftreten gelang es Kia schon beim Cee’d kräftig das Klischee von den billig-faden Koreanern zu wiedersprechen. Dafür besticht der Soul – als Lifestyle-Fahrzeug konzipiert – auch nicht mehr wirklich mit dem Preis.
Dafür setzt sich im Innenraum der positive Eindruck fort: Die Sitze sind sowohl vorn als auch hinten wirklich gut. Die Beinauflage passt, ebenso wie die Kopffreiheit, das Cockpit ist übersichtlich und gut zu bedienen und die Hartplastik-Verkleidungen sind so ordentlich verarbeitet (ohne vibrierende Hohlräume), dass sie nicht wirklich billig wirken.

Kia Soul Active Pro Kia Soul Active Pro Auf Dauer unangenehm ist leider das knüppelharte Fahrwerk – die 18-Zoll-Räder der Testversion “Active Pro” verstärken den Effekt vermutlich noch –, das Unebenheiten ziemlich ungefiltert an die Insassen weitergibt. Ebenfalls auf der Kritikliste: kein Antirutschbelag in den Ablagen (zugunsten von Handys, Schlüsseln, Münzen), die Ladekante zum eher bescheidenen Kofferraum (ab 220 l) ist sehr hoch und die Klimaanlage “muffelt” beim Einschalten, wie auch generell die Fahrgastzelle etwas nach Kunststoff riecht.

Zwei Hingucker gibt es im Paket um 1000 Euro: Für dieses Geld ist direkt in den Innenrückspiegel hinter der Spiegelfläche der Bildschirm der Heckkamera eingebaut. Gag Nummer zwei: Die vorderen Lautsprecherboxen beginnen ganz im Stil der “Need-for-Speed”-Filmchen auf Wunsch rhythmisch zu leuchten (wahlweise im Beat der Musik oder gleichmäßig pulsierend). Für den ultimativen Show-Effekt fehlt eigentlich nur noch, dass der Unterboden beim Cruisen durch die Vorstadt neonfarben “glüht”…

Serienmäßig in der getesteten Topversion unter anderem: sechs Airbags, ABS, ESP, Klimaanlage, Sitzheizung, Lederlenkrad mit Fernbedienung, 18-Zoll-Alufelgen, Parksensoren, Nebelscheinwerfer (in den unteren beiden Ausstattungsversionen nicht erhältlich).
Als Extra unter anderem: Glasschiebedach (700 Euro), Metallic-Lack (350 Euro). – Alle Preise in Österreich inkl. Steuern.

Praxis im Kia Soul Active Pro 1.6 CRDi DPF

Motor/Antrieb
Plus Solider Turbodiesel-Antrieb, nicht übermäßig sportlich; Abstimmung auf 5-Gang-Schaltung gelungen (vor allem Autobahnbetrieb).
Minus etwas zäh im unteren Drehzahlbereich; Praxisverbrauch ist für die gebotene Leistung zu hoch.

Komfort
Plus Wirklich sehr gute, langstreckentaugliche Sitze; solide wirkende Verarbeitung; leuchtende Lautsprecherboxen sind lustiger Gag. Heckkamera in Rückspiegel praktisch.
Minus Kein Bord-PC (z.B. Verbrauchsanzeige); Klimaanlage riecht beim Einschalten; Ablagen nicht rutschfest unterlegt.

Fahrverhalten
Plus Ordentlich abgestimmte Lenkung, die auch bei höherem Tempo gut in der Hand liegt.
Minus Fahrwerk zu hart, Unebenheiten schlagen durch (wird durch die leichtmetallfelgen noch verstärkt); Fahrzeug hinten unübersichtlich (C-Säule).

Platz/Variabilität
Plus Sehr gute Kopffreiheit und Beinauflage in beiden Reihen; angenehm aufrechte Sitzposition für die Fondpassagiere.
Minus Die Ladekante ist zwar eben (mit Unterboden), aber sehr hoch angesetzt; der Kofferraum ist relativ klein ausgefallen.

Messwerte
Topspeed: 190 km/h. Beschleunigung: von 0 bis 100 km/h in 11,3 Sekunden. Testverbrauch: 7,3 Liter auf 100 km. Preis: ab 22.490 Euro; Test-Version mit Extras wie “Sound&Kamera”-Paket, Metallic-Lack und Schiebedach: 24.540 Euro

Daten ab Werk

Motor
Vierzylinder-Reihenmotor (Common Rail) mit Turbolader und Ladeluftkühler, Hubraum 1582 ccm; maximale Leistung 94 kW/128 PS bei 4000/min., maximales Drehmoment 260 Nm bei 1900/min; Verdichtung 17,3:1; CO2: 137 g/km.

Kraftübertragung
auf die Vorderräder; Fünfgang-Schaltgetriebe; Knüppelschaltung.

Fahrwerk und Karosserie
fünftürige Steilheck-Kompaktlimousine; selbsttragende Karosserie mit Hilfsrahmen, vorne Federbeine, Dreiecksquerlenker, hinten Verbundlenkerachse, vorn und hinten Schraubenfedern, Kurvenstabilisator; ABS, ESP, vorne und hinten Scheibenbremsen, Handfeststellbremse auf die Hinterräder; Reifen 225/45 R 18, Felgen 7 J.

Abmessungen und Gewicht
Länge/Breite/Höhe in mm: 4105/1785/1610; Eigengewicht: ab 1270 kg; Wendekreis: 10,5 Meter; Tankinhalt: 48 Liter.

Verbrauch
auf 100 km (lt. Werk): städtisch 6,3, außerstädtisch 4,6, gesamt 5,2 Liter; Diesel.

(getestet von Tobias Micke)

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