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Parken an der Straße: Türen geschlossen halten

21. Juni 2009 | robins

Tür auf, Tür zu. Tür auf, Tür zu. Egal, wie lange man nach einem Parkplatz gesucht hat, man erhält nicht automatisch Gebietshoheit über den, den Parkplatz umgebenden, öffentlichen Raum.

Parken in zweiter Reihe ist ein Albtraum. Schnell muss man aus dem Auto kriechen, wenn der Verkehrsgott sich als gnädig erweist und eine naheliegende Ampel endlich auf Rot schaltet. Vom fließenden Verkehr trennen einen oft nur Millimeter und man huscht flink wie ein Wiesel aus dem PKW. Wie schön, wenn man einen offiziellen Parkplatz ergattert hat. Man kann ganz gemütlich aussteigen, vom Verkehr trennen einen jetzt ja immerhin Zentimeter. Man hat Zeit, die Taschen aus dem Auto wuchten, den Buggy und das Kind. Jetzt bin ich dran, jetzt müssen die anderen mal warten. Oder?

Stimmt nicht. Nur weil man sich an einer viel befahrenen Straße mühsam den Raum zum Aussteigen erkämpft hat, heißt das noch lange nicht, dass man diesen Raum beliebig lange nutzen kann.

Nach einem Urteil des Kammergerichts Berlin werden Unfälle, die mit dem Aussteigen an einer viel befahrenen Straße in Zusammenhang stehen, grundsätzlich erst einmal dem Parkenden angelastet. Es wird vermutet, er hätte seine Sorgfaltspflicht verletzt. Deshalb heißt es, die straßenseitigen Autotüren so schnell es geht wieder zu schließen und das Be- und Entladen über den Fußweg vorzunehmen.


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