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Subaru Forester

16. Juni 2009 | AutomaTick

Subaru Forester Subaru Forester Box-Champion
Der neue Forester? Ganz okay. Wirklich beeindruckt hat uns aber der neue 4-Zylinder Boxermotor von Subaru.

In Amerika müsste dieses Auto von SUV-Altmeister Subaru eigentlich genau den Geschmack der Kunden treffen: Keine Abstriche beim Platz (den die SUV-verliebten Amis gewohnt sind), dafür aber ein ganz erstaunlich sparsames und komfortables Antriebssystem. Hierzulande muss man sich überlegen, ob man ein so wuchtiges Auto wirklich braucht und ob einem das sänftenartige Fahrwerk nicht zu weich und schwammig ist. Aber 8,1 Liter Praxisverbrauch (bei hohem Stadtanteil) sind für einen solchen Brocken, der noch dazu permanent (50:50) allradgetrieben ist, ein wirklich guter Wert. Leider gaukelte uns der Bordcomputer noch deutlich besseres vor (nämlich 7,2 Liter), weshalb die Freude beim Nachmessen gedämpft war - aber nur ein bisschen.

Subaru Forester Subaru Forester Allrad-Experte Subaru hat mit seinem neuen 4-Zylinder-Boxermotor (die Zylinder sind wie auch bei Porsche nicht in Reihe angeordnet sondern bewegen sich gegeneinander) ein tolles Aggregat auf die Räder gestellt. Und bei den kleineren Modellen (wie Legacy und Impreza) wird man damit auch in Europa ganz sicher Trümpfe ausspielen können. Das Aggregat ist nicht nur sehr sparsam und vibrationsarm, es ist auch auffallend antrittsstark und vermittelt reichlich Fahrspaß inklusive der gelungenen Akustik beim Gasgeben.

Der Forester kommt in der besseren von zwei Ausstattungsversionen unter anderem serienmäßig mit: sechs Airbags, ABS und ESP, Xenon-Licht, Tempomat, Sitzheizung, Radio mit CD-Wechsler, Lenkradfernbedienung, Klimaautomatik und großem Schiebedach.
Als Extra unter anderem: Navi (3600 Euro), Lederausstattung (2472 Euro), Metallic-Lack (510 Euro) – Preise in Österreich.

Praxis im Subaru Forester 2.0 D XS Comfort

Motor/Antrieb
Plus Eine Rarität als Trendsetter: Sehr sparsamer, extrem laufruhiger Dieselantrieb dank Boxer-Technik. Motor ist zu dem antrittsstark, drehfreudig und vermittelt viel Fahrspaß.

Komfort
Plus CD-Radio mit hervorragendem Klang
Minus Weiche Fahrwerksabstimmung für Fondpassagieren sehr unangenehm; Touchscreen der Navi (Extra) funktioniert nicht gut; Schminkspiegel nicht beleuchtet; Gurtwarner penetrant laut; Kopfstützen nur höhenverstellbar.

Fahrverhalten
Plus Permanenter Allradantrieb (50:50) bleibt auch bei schwierigster Winter-Witterung souverän.
Minus Fahrwerk zu weich für Europa, versetzt unangenehm bei holprigen Kurven.

Platz/Variabilität
Plus Üppige SUV-Sitzverhältnisse (vo./hi.) mit reichlich Kopf- und Beinfreiheit; ebene Ladekante.
Minus Umgeklappte (mechanisch etwas zu einfach) Rücksitzbank nimmt viel Laderaum weg.

Messwerte
Topspeed: 186 km/h. Beschleunigung: von 0 bis 100 km/h in 10,4 Sekunden. Testverbrauch: 8,1 Liter auf 100 km. Preis: 34.990 Euro; Test-Version mit Extras: 42.332 Euro (inkl. aller Abgaben in Österreich)

Daten ab Werk

Motor
Vierzylinder-Boxermotor (Common Rail) mit Turbolader und Ladeluftkühler, Hubraum 1998 ccm; maximale Leistung 108 kW/147 PS bei 3600/min., maximales Drehmoment 350 Nm bei 1800/min; Verdichtung 16,3:1; CO2: 167 g/km.

Kraftübertragung
permanenter Allradantrieb; Sechsgang-Schaltgetriebe; Knüppelschaltung.

Fahrwerk und Karosserie
fünftüriger SUV; selbsttragende Karosserie mit vorderem Hilfsrahmen, vorne Federbeine, Dreiecksquerlenker, hinten doppelte Querlenker, vorn und hinten Schraubenfedern; vorne Kurvenstabilisator; ABS, ESP, vorne und hinten Scheibenbremsen, Handfeststellbremse auf die Hinterräder; Reifen 225/55 R 17, Felgen 6.5 J.

Abmessungen und Gewicht
Länge/Breite/Höhe in mm: 4560/1780/1700; Eigengewicht: ab 1540 kg; Wendekreis: 10,5 Meter; Tankinhalt: 60 Liter.

Verbrauch
auf 100 km (lt. Werk): städtisch 7,2, außerstädtisch 5,8, gesamt 6,3 Liter; Diesel

(getestet von Tobias Micke)

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