Top

Maserati Mistral

13. April 2009 | robins

Maserati Mistral Maserati Mistral Ein heißer Südwind – besser hätte man den Maserati, der 1964 die Öffentlichkeit begeistern konnte, nicht beschreiben können. Der Mistral gilt bis heute unter Kennern als der schönste Maserati aller Zeiten und wirklich: dieser frische, rassige Wind aus Italien ist tatsächlich eine Augenweide.

Entworfen von Pietro Frua, hatte der Maserati Mistral seinen ersten öffentlichen Auftritt im November 1963 auf dem Salone Internazionale dell’Automobile di Torino, dem Turiner Autosalon und ging gleich im Jahr darauf in Serie. Dieser schnittige Gran Turismo wurde ursprünglich unter dem Namen Due Posti produziert, dann aber noch vor der Serienproduktion in Mistral umbenannt. Damit begründete er die Maserati Tradition der Wind-Namen. Er war das letzte Fahrzeug aus dem Casa del Tridente, das mit dem bis dahin bei Maserati üblichen Sechszylinder-Reihenmotor von Giulio Alfieri ausgestattet wurde, bei späteren Modellen kamen ausschließlich Sechs- oder Achtzylinder-V-Motoren zum Einsatz.

Durch seinen ursprünglich 3,5-Liter-Sechszylindermotor, der bereits 1965 durch stärkere Hubraumvarianten (zunächst mit 3694 und später 4014 cm3) ersetzt wurde, kam er in der Urversion mit 235 PS daher und brachte es so auf eine Spitzengeschwindigkeit von 230 km/h. Damit hinkte er im Vergleich zu seinen Konkurrenten aus den Ställen Ferrari oder Lamborghini zwar etwas hinterher, da diese ihre Wagen zur gleichen Zeit bereits mit aufgemotzten V-12-Motoren auf die Straße schickten, doch dies tat dem Fahrspaß am niedrigen Lenkrad des rassigen Südländers keinen Abbruch.

Außerdem musste der Maserati Mistral in Punkto Design dafür keinerlei Vergleiche scheuen. Die schlanken, klassisch-eleganten Linien des Zweisitzers mit der flachen Motorhaube fanden sich auch im edlen, durch die großzügige Verglasung, lichtdurchfluteten Innenraum wieder. Die luxuriöse Lederausstattung und die tiefe, sportliche Sitzposition garantierten lebendigen Fahrspaß. Insgesamt besaß der Mistral alle Attribute, die einen echten Sportwagen ausmachten, was bei einem Neupreis von damals 50.000 DM allerdings auch zu erwarten war. Eine später oft kopierte Neuerung war die Heckklappe in Form des Heckfensters, die nicht nur den sensationellen Rundumblick des Fahrers garantierte, sondern auch den äußerst großzügigen Stauraum abdeckte.

Zwei Jahre später, also 1965, brachte Maserati eine ebenfalls von Frua konzipierte Kabrio-Version des Mistrals heraus, die insgesamt 120 Mal vom Band lief und die Öffentlichkeit ebenso für sich gewinnen konnte, wie schon die Coupé-Version zuvor. Bis zur endgültigen Einstellung der Produktion 1970 wurden 948 Exemplare des rassigen Südwindes gefertigt und ist man gewillt einen Preis von bis zu 110.000 Euro zu zahlen, darf man sich heute zum erlesenen Kreis der Maserati Mistral-Kabrio-Besitzer zählen.

Daten zum Maserati Mistral:

Produktionszeit: 1963-1970

Motor: sechszylindriger Reihenmotor

Höchstgeschwindigkeit: 230-150 km/h

Leergewicht: 1200 kg

Links:

www.deutschermaseraticlub.de (Viele Infos zu verschiedenen Modellen mit interessanter Slideshow)

www.maserati-indy.co.uk (englische Fanseite mit vielen Infos rund um den Mistral)


Kommentare

Kommentieren Sie “Maserati Mistral”
 





Alle mit einem Sternchen * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!

Bottom