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Geschönter Spritverbrauch: Der Staat zahlt drauf

24. März 2009 | robins

Zu niedrige Verbrauchsangaben? Gut, wenn man rechtzeitig eine Zapfsäule findet. Zu niedrige Verbrauchsangaben? Gut, wenn man rechtzeitig eine Zapfsäule findet. Wer fährt denn ein Auto, dass genau so viel Kraftstoff verbraucht, wie der Hersteller vorgibt? Diejenigen welchen mögen sich hier mal bitte zu Wort melden!

Es ist allgemein bekannt, die Herstellerangaben unterliegen einem großen kreativen Spielraum und sind in der Regel unrealistisch niedrig angesetzt. Warum? Sie beeinflussen die Kaufentscheidung und zwar ganz besonders, wenn die Spritpreisspirale ihren nächsten Höhepunkt ansteuert. Dass es in der täglichen Fahrpraxis dann 1 oder 1½ Liter mehr auf 100 km sind, wundert kaum mehr jemanden.

Die Deutsche Umwelthilfe macht jetzt auf diesen Missstand aufmerksam und zwar aus einem ganz anderen Blickwinkel als der bloßen Käuferbeeinflussung.

Ab dem 1. Juli wird die Kfz-Steuer ja zum Teil nach dem CO²-Ausstoß der Fahrzeuge berechnet. Das klingt prima für den Einzelnen, dessen Auto mit solchen Mondverbrauchsangaben gekennzeichnet ist, denn das heißt, es werden weniger Steuern fällig. Während die Hersteller so ihre Verkaufsbilanzen schönen und die Käufer sich über ein paar gesparte Euro freuen, gehen dem Staatshaushalt jedoch ganz effektiv Steuer flöten. Zudem werden natürlich die Autobauer und –käufer benachteiligt, die ihre Verbrauchswerte eben nicht schönschminken.

Die Deutsche Umwelthilfe ruft nun dazu auf, die Verbrauchsangaben von einer unabhängigen Instanz kontrollieren zu lassen. Mal schauen wie lange es dauert, bis sich von staatlicher Seite da was bewegt. Besonders kreativ sind nach Angaben des ADAC Eco-Test übrigens smart und Mercedes.

Kommentare

3 Kommentare zu “Geschönter Spritverbrauch: Der Staat zahlt drauf”

  1. MOTOR-TALK.de - Motorsphere
    26. März 2009 um 10:17 Uhr

    Geschönter Spritverbrauch: Der Staat zahlt drauf…

    bewegt. Besonders kreativ sind nach Angaben des ADAC Eco-Test übrigens smart und Mercedes.

    Quelle: AutomaTick

  2. SteCol
    26. März 2009 um 16:53 Uhr

    Also ich verbrauche wesentlich weniger als der Hersteller angibt. Das liegt an meinem Fahrstil, den ich mir mit viel Disziplin antrainiert habe. Das Stichwort lautet: Schubabschaltung…

    Wenn man konsequent mit Motorbremse bremst z.B. beim Annähern an rote Ampeln, lässt sich bei modernen Fahrzeugen enorm Spritsparen, da während der Motorbremsung kein Kraftstoff eingespritzt wird. Viele machen jedoch den Fehler und treten die Kupplung und bremsen mit dem Bremspedal ab, dabei verbraucht der Motor jedoch Kraftstoff für den Leerlauf… Imho sind im Stadtverkehr bis zu 25% Einsparpotential durch Schubabschaltung und Fahren bei 50 km/h im 5. Gang realisierbar…

  3. johhny_walker
    27. März 2009 um 14:30 Uhr

    Hallo, dieser Aufforderung komme ich sehr gerne nach.

    Ich verbrauche mit unserem nunmehr 15-jährigen E-Klasse T-Modell (E320T – 220PS) zwischen 10 – 15% unter der Werksangabe, also etwa um die 10 l/100km.

    Wers nicht glaubt darf gern im Spritmonitor nachsehen.

    Mit dem 10-jährigen Volvo V70 sind wir sogar noch tiefer, auch um etwa 10l/100km.

    Und den 8-jährigen Alfa 156 bringen wir kaum über die 5,5l/km, angegeben ist er bei 5,8l/100km.

    Achja, wir leben in der Schweiz wo es auf den Landstrassen maximal 80 km/h und auf den Autobahnen maximal 120 km/h sein darf und es (noch) keine Zwangsbeuimischung von fragwürdigem Biotreibstoff hat. Noch Fragen?

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