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Ford Ka

10. März 2009 | robins

Ford Ka Titanium Ford Ka Titanium Klein-KAliber

Der Zwillingsbruder des Fiat 500 (und des Fiat Panda) bereitet seinem eigenwilligen Vorgänger eine etwas konventionellere Nachfolge

Zwölf Jahre ist es her, dass Ford mit dem Ka einen Kleinwagen auf den Markt brachte, nachdem sich die Leute wegen des selbstbewusst-eigenwilligen Designs umdrehten. Das Auto war so originell und kurz wie der Name. Ab 2009 ist nun in Österreich der neue Ka erhältlich: Genauso selbstbewusst und kurz – mit 3,6 Meter Länge in der selben Liga wie z.B. Toyota Aygo, Suzuki Swift und VW Fox, aber weniger originell im Design als der alte. Dafür ist der neue Ka um üppige zehn Zentimeter in die Höhe geschossen, was sich in günstiger Kopffreiheit (vorne wie hinten) bemerkbar macht.

Man hat dem neuen Ford-Baby aber auch eine höhere Sitzposition für die erste Reihe verpasst, die vor allem für Lenker mit langem Oberkörper nicht nur Vorteile hat. Denn dadurch wandert auch der Innenrückspiegel ziemlich dominant ins Blickfeld und der großgewachsene Fahrer schaut ein bisschen von oben herab durch die Windschutzscheibe nach vorne.

Ford Ka Titanium Ford Ka Titanium Technisch (Motor und Fahrwerk) ist der Ka ein Zwillingsbruder von Fiats Stilikone 500 (sowie dem Fiat Panda), man hat allerdings dem Fahrwerk durch Aufbesserungen an Vorder- und Hinterachse einen strafferen Charakter verpasst, der dem pfiffigen Kleinwagen gut zu Gesicht steht, ihn aber dennoch insgesamt nicht allzu sportlich wirken lässt. Das liegt auch an den beiden verfügbaren Motoren (ebenfalls aus dem Hause Fiat): Der 69-PS-Benziner ist eine brave und genügsame Wahl, der 75-PS-Diesel eine ziemlich brummige, kurzatmige und (mit 2000 Euro Aufpreis zum Benziner) nicht eben günstige Option.

Mit insgesamt 12 recht frechen Außenfarben und diversen als Extra erhältlichen Designpaketen bemüht man sich um eine junge Käuferschicht. Die ziemlich unruhig wirkende Armaturenlandschaft ist allerdings Geschmackssache.

Gelungen (für ein Auto dieser Größe) sind die Straßenlage und die Platzverhältnisse in der zweiten Reihe. Weniger geglückt: Der Kofferraum ist nur mit Zündschlüssel und (bei abgestelltem Motor) via Fernbedienung zu öffnen, ESP und 6 Airbags (zwei sind Standard) gibt es nur gegen Aufpreis, weshalb man (im Gegensatz zum Zwilling Fiat 500) unter anderem auch nur vier statt fünf Crash-Sterne bekommen hat. Und die Verarbeitung könnte generell besser sein.

Der Ford Ka kommt in Deutschland und Österreich in zwei Ausstattungen (mit Zusatzpaketen). Die reine Basisversion ist sehr spartanisch (u.a. ohne Radio, teilbare Rückbank, ISOFIX-Halterungen, Zentralverriegelung). In der Version Titanium bekommt man all dies serienmäßig. Außerdem: vier Airbags, Klimaanlage, Nebelscheinwerfer und einen höhenverstellbaren Fahrersitz.

Als Extras: Lederausstattung, beheizbare Vordersitze, Einparkhilfe und ESP.

Die Motoren

BENZINER: 1.2: 4 Zylinder in Reihe, 1242 ccm, 51 kW/69 PS bei 5500/min, 102 Nm bei 3000/min, 0 – 100 km/h in 13,1 sec., 159 km/h, Verbrauch städtisch/außerstädtisch/gesamt: 6,3/4,4/5,1 Liter/100 km.

DIESEL: 1.3 TDCi: 4 Zylinder in Reihe, 1248 ccm, 55 kW/75 PS bei 4000/min, 145 Nm bei 1500/min, 0 – 100 km/h in 13,1 sec., 161 km/h, Verbrauch städtisch/außerstädtisch/gesamt: 5,2/3,7/4,2 Liter/100 km.

(getestet von Tobias Micke)


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