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Porsche 911 G-Modell

8. März 2009 | robins

Porsche 911 G-Modell Porsche 911 G-Modell Feuchte Handflächen, leichtes Zittern und unbändiges Herzklopfen – das sind die Symptome, die allein der Name Porsche 911 bei jedem Kenner auslösen kann, denn er ist soviel mehr als ein Auto – er ist der wahr gewordene Traum eines jeden Sportwagenfans.

Das G-Modell des Porsche „Neunelfer“ oder „Elfer“ wurde, wie schon das Urmodell von 1963, zum Aushängeschild des renommierten Autoherstellers. Warum Perfektion verändern? Fragten sich die Zuffenhausener Autobauer satte zehn Jahre lang, in denen sich der Porsche 911 zum Erfolgsschlager mauserte. Doch ein neues Gesetz in den Vereinigten Staaten zwang sie 1973 dazu, ihr Glückskind für das Modelljahr 1974 zu überarbeiten, wollten sie nicht Gefahr laufen, den lukrativen US-Markt zu verlieren. Mit diesem Gesetz wurden neue Sicherheitsbestimmungen erlassen, die vorschrieben, dass jedes neu zugelassene Auto einen Crash bei 8 km/h völlig unbeschadet überstehen musste. Somit erklärt sich auch die auffälligste Änderung: die wuchtigen Faltenbalg-Stoßstangen mit den integrierten, hydraulischen Pralldämpfern, die dem Elfer einen ganz neuen, gewichtigeren Anstrich verliehen.

Obwohl man dem Grundprinzip eines dynamischen, schicken Sportwagens mit dem unverkennbaren 911er-Charme treu blieb, bot das G-Modell (korrekt müsste es heißen, die G-Serie) auch noch andere Neuerungen. Dem Wunsch nach mehr Sicherheit wurde durch Kopfstützen und Sicherheitsgurte mit Aufrollautomatik nachgekommen. Der Innenraum wurde leicht überarbeitet, der Radstand vergrößert und das Heck des Porsches 911 zierte von nun an ein rotes Reflektorband mit den Lettern PORSCHE.

Die originale 1974er-Variante wurde als Porsche 911, 911 S und Carrera-Version unter die Leute gebracht. Ein 1975er Turbo mit breiterer Karosserie gehörte bereits der H-Serie an. Zunächst rollte der Neunelfer als Coupé und als Targa vom Band, bis 1983 eine Kabrio-Version des Dauerbrenners entwickelt wurde.

Der Traum vieler schlafloser Nächte – denn genau das wird dieses Modell bei einem Preis von bis zu vierzigtausend Euro für die meisten Autoliebhaber bleiben – kam mit einem luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor mit 2,7 Litern Hubraum (2687 ccm) und einer selbsttragenden Karosserie daher. Der ursprüngliche 911 der G-Reihe leistete 150 PS (110 kW), der 911 S 175 PS (129 kW) und die Carrera-Version 210 PS (154 kW), mit einer jeweiligen Spitzengeschwindigkeit von 210 bis 240 km/h.

Die Faszination des Porsches 911 hält nicht nur Autoliebhaber nun schon seit 1963, also seit über 45 Jahren in Atem und wird es – so Gott will – hoffentlich auch noch sehr lange tun. Denn ob als Rennwagen oder sportliches Luxusmodell für den Porsche-Freund, die Never-Ending-Story des Elfers sollte auch die Herzen künftiger Generationen in Wallung bringen.

Daten zum Porsche 911 G-Reihe

Produktionszeitraum: 1973-1989

Motor: Sechszylinder-Boxermotor

Leergewicht: 1075 kg

Spitzengeschwindigkeit: 210-240 (je nach Version)

Links:

www.pff-online.de (Magazin für Porschefans)

www.porsche.com (offizielle Porscheseite mit vielen Infos zu den einzelnen Modellen)


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