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Gute und böse Autos

28. Februar 2009 | Peggy Stuber

Kleine Augen, große Zähne … oder doch nur ein Hummer H3. Kleine Augen, große Zähne … oder doch nur ein Hummer H3. Steinzeit: Ein Fremder verschafft sich schnaufend Zutritt zur Höhle, ein Blick genügt, der will Dir ans Leben. Es gibt zwei Alternativen einen Knüppel zu suchen oder zu fliehen.
Blechzeit: Die linke Spur der Autobahn ist Dir zur Heimat geworden. Plötzlich fliegt im Rückspiegel ein Auto heran. Es wirkt dominant und aggressiv. Der ist stärker als Du, also verzieh Dich lieber.

Wirkt dominant und aggressiv? Ist doch nur ein Auto, denkt man und kann trotzdem nicht verhindern, dass das Gehirn jede Fahrzeugfront automatisch in die Kategorien „gut“ und „böse“ sortiert. Es ist ein Mechanismus, der dem Überleben wohl recht förderlich ist und sich in der Evolution deshalb immer weiter entwickelt hat. Er wird auf Menschen und Tiere angewendet, aber eben auch auf Autos.

Die zwei Kategorien unterscheidet man grob in ein dominantes, arrogantes, gemeinhin als „männlich“ assoziiertes Gesicht oder mit dem Kindchenschema verbundene Kulleraugen, die freundlich, niedlich und lieb wirken. VW Käfer, Citroën 2CV oder Fiat 500 sind demnach die kulleraugenbewehrten, freundlichen Gesellen unter den Autos. Ein Hummer hat dagegen ein animalisch-aggressives Aussehen. Erinnert der Grill nicht an die gefletschten Zähne eines Löwen, Tigers etc.?

Die Designer spielen mit den optischen Eigenschaften der Autos und passen sie an die unterschiedlichsten Bedürfnisse an. Für den europäischen Markt braucht es ganz andere Entwürfe als beispielsweise für den japanischen. Die Autos dort haben eine viel dezentere Mimik als hierzulande oder gar in Amerika. Sie entsprechen der Kultur des Landes.

Man kann auch eine Wissenschaft draus machen.


Kommentare

Ein Kommentar zu “Gute und böse Autos”

  1. Mimpu
    1. März 2009 um 16:59 Uhr

    Schau mir in dier Augen, Kleine!
    Ich uebe seit gestern vor dem Spiegel boese Blicke und drohende Mimik, wer weiss,vielleicht hilft mir das im taeglichen Leben! Hilflos und nett gucken kann ich aber besser, vielleicht daher meine Vorliebe fuer Kleinautos?

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