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kiss & ride: der neue deutsche Kurzzeitparkplatz

7. Februar 2009 | Peggy Stuber

kiss & ride am Salzburger Hauptbahnhof kiss & ride am Salzburger Hauptbahnhof Was haben Wien, Hamburg, Essen, Braunschweig, Verl, Wiesbaden, Lüneburg, Uelzen … gemeinsam? Stadtrecht? Ja, das auch und „kiss & ride“-Zonen, direkt vor dem Hauptbahnhof.

“Kissen und wie?” fragt sich sicher manche deutsche Oma, die ihren Engkel zum Bahnhof bringt - klingt ja irgendwie nach Ausruhen.

Ein Schelm, der hinter diesen Schildern einen direkten Hinweis zum örtlichen Rotlichtviertel vermutet. Das wäre innovativ und durchaus nicht humorlos, aber in welchem deutschen Stadtrat gäbe es dafür einen Mehrheitsbeschluss (okay, von Hamburg jetzt mal abgesehen)?

„kiss & ride“ bedeutet eigentlich nicht mehr, als sich schnell zu verabschieden (kiss) und direkt wieder wegzufahren (ride). Der deutsche Amtsschimmel sagt dazu Kurzzeitparkplatz.
Da ist die Formulierung „kiss & ride“ zwar um einiges schöner, doch eben einfach aus dem Englischen geklaut. Warum nennt man das nicht „Knutsch & Weg“? Oder „Küss & Tschüss“? Dann würde auch Oma verstehen, was gemeint ist.


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