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Milchmädchenrechnung: weniger Autos = weniger Verkehrstote

22. Dezember 2008 | robins

Hier musste zum Glück weder Mensch noch Tier dran glauben, sondern nur ein Stück Leitplanke. Hier musste zum Glück weder Mensch noch Tier dran glauben, sondern nur ein Stück Leitplanke. Das statistische Bundesamt vermeldet einen Tiefststand an Verkehrstoten im Jahr 2008. Die Zahl soll im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 7 % auf nach wie vor schockierende 4.600 gefallen sein. Das ist die niedrigste Zahl an Unfalltoten seit 1953, wo man anfing, auch darüber eine Statistik zu führen. Das heißt aber auch, dass jeden Tag auf Deutschlands Straßen 13 Menschen ihr Leben verlieren. Ungefähr die zehnfache Zahl insgesamt wird im Straßenverkehr verletzt.

Ob diese Statistik etwas mit den sinkenden Zulassungszahlen zu tun hat? Die sind, vermeldet aktuell wiederum der VDIK (Verband internationaler Kraftfahrzeughersteller), um knapp zwei Prozent zurückgegangen. Da dieser Rückgang dem Trend entspricht, ist die Zahl der Neuzulassungen inzwischen auf das Niveau um das Jahr 1990 gesunken.

Heißt das dann auch, dass auf Deutschlands Straßen weniger Autos unterwegs sind und deshalb weniger Menschen sterben? Nicht zwingend. Im Moment werden die Autos einfach länger gefahren, was über kurz oder lang natürlich dazu führt, dass ihre Zahl abnimmt. Was wiederum dafür sorgen könnte, dass noch weniger Menschen bei Unfällen zu Tode kommen.

Im Moment steigt allerdings zunächst das Unfallrisiko, denn ältere Autos gehen gemeinhin schneller mal kaputt und stellen dann natürlich eine Gefahr im idealistisch reibungslosen Straßenverkehr dar.


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