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VW Golf Plus

28. Oktober 2008 | robins

VW Golf Plus VW Golf Plus Nie wieder „Ohne Hut!“: Anderes Design, mehr Platz nach oben, aber sonst (fast) ein Golf

Der neue 6-er Golf steht bei den Händlern mit verändertem Gesicht und macht den „Fünfer“ zum Gebrauchten. Noch eine Weile erhalten bleiben wird uns allerdings (als Alternative) die Fünfer-Version des Golf Plus.

Er fühlt sich an wie ein Golf, er fährt sich wie ein Golf, er nennt sich Golf, aber er sieht nicht wirklich aus wie sein Zwillingsbruder. VW hat mit dem Golf V Plus einen wirklich interessanten Wurf gemacht. „Golf Plus“ soll zwar nicht offiziell heißen der „bessere Golf“, aber bis auf unmerklich schlechtere Verbrauchswerte (er ist um rund 100 Kilo schwerer) und Fahreigenschaften ist es de facto so: Um rund 600 Euro mehr als beim Normalo-Fünfer-Golf bekommt man bei (bis auf die Höhe) gleichen Außenmaßen bei fast gleicher Motoren-Palette (siehe unten) vielseitig verstell- und teilbare (40:20:40) Rücksitze, die sich (ab Ausstattungsvariante Comfort-Line) auch zu einer fast ebenen Ladefläche umklappen lassen, einen in der Größe variablen Kofferraum (zwischen 45 und 145 Liter mehr als beim entsprechenden Normal-Golf), eine um mehr als 7 Zentimeter höhere Sitzposition und so viel Kopffreiheit, dass man wie beim alten Käfer, wenn man will, nie wieder den Hut abnehmen muss. Der Golf Plus ist nämlich um 95 mm höher als sein „kleinerer Zwilling“.

VW Golf Plus VW Golf Plus Der Golf Plus kostet in Deutschland ab 17.800 Euro. Die bessere Ausstattungsversion Comfort-Line ist ab 19.325 Euro erhältlich. Zum Vergleich: Der neue Sechser-Golf kommt ab 16.500 Euro.

Bei ersten Tests fiel vor allem die sehr flach gestellte Windschutzscheibe auf, die das Sichtfeld bei allzu hochgeschraubtem Fahrersessel unangenehm schmal werden lässt. Gelitten hat auch etwas die Übersichtlichkeit nach vorne.

Kurios: Das vermutlich ziemlich aufwändige dritte Fensterchen zwischen A-Säule und Seitenspiegeln, das wohl andeuten will: „Wenn ich einmal groß bin, werde ich ein Touran“.

Tatsächlich scheint Volkswagen mit dem Golf Plus die Erfindung einer kleinen Marktnische gelungen zu sein. Zielgruppe: Kleinfamilien, denen Mini-Vans zu groß sind, Hobby-Sportler, die mehr Platz für ihr Mountainbike wollen, aber keinen Kombi mögen. Und natürlich Fahrer mit Hut…

VW Golf Plus VW Golf Plus Eine Randbemerkung sei dem Autor dieser Zeilen zum Golf Plus noch gestattet: So oft betonten die Marketing-Menschen aus Wolfsburg bei der Präsentation, dass der „Plus“ doch das typische Golf-Gesicht hätte, dass einem schon deshalb Zweifel kamen. Und man wird den Verdacht nicht ganz los, dass hier in Anbetracht der anfangs gar nicht so rosigen Verkaufszahlen des Golf V vielleicht eine geschmackliche Unsicherheit der VW-Designer Vater des Golf Plus war. Zu ähnlich ist er in der Linienführung der Frontpartie den deutlich weniger nüchternen Konkurrenten von Opel, Citroen und Peugeot. Ein schlauer Zug, hinter dem wohl auch Bernd Pischetsrieder steckte, um eine zusätzliche Erweiterung in einem heiß umkämpften Marktbereich zu schaffen. Auf dem Heck des Neuen ist jedenfalls nirgends das Wörtchen „Plus“ vermerkt. Da steht nur ganz dezent „Golf“…

Die Motoren

BENZINER:

1.4: 59 kW/80 PS bei 5000/min, 132 Nm bei 3800/min, 0 bis 100 km/h in 15,2 Sekunden

1.4 TSI: 90 kW/122 PS bei 5000/min, 200 Nm bei 1500/min, 0 bis 100 km/h in 10,1 Sekunden

1.4 TSI: 118 kW/160 PS bei 5800/min, 240 Nm bei 1500/min, 0 bis 100 km/h in 18,5 Sekunden

1.6: 75 kW/102 PS bei 5600/min, 148 Nm bei 3800/min, 0 bis 100 km/h in 12,0 Sekunden

DIESEL:

1.9 TDI: 66 kW/90 PS bei 4000/min, 210 Nm bei 4000/min, 0 bis 100 km/h in 13,5 Sekunden.

1.9 TDI: 77 kW/105 PS bei 4000/min, 250 Nm bei 1900/min, 0 bis 100 km/h in 12,1 Sekunden

2.0 TDI: 103 kW/140 PS bei 4000/min, 320 Nm bei 1750/min, 0 bis 100 km/h in 9,7 Sekunden

(getestet von Tobias Micke)


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