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Hyundai i10 Comfort

16. Oktober 2008 | robins

Hyundai i10 Comfort Hyundai i10 Comfort Kleiner Spartaner: Ein günstiger, flotter Pkw-Floh für die Stadt

Ein Gutes hat der Trend zu hochbeinigen SUVs auch für alle, die keinen haben: Je kleiner ein Auto, desto sympathischer ist man den anderen Verkehrsteilnehmern. Das merkt man auch in Hyundais Stadtfloh i10, der technisch übrigens mit einem anderen Koreaner, dem Kia Picanto, ident ist: Nettes Hereinwinken beim Einordnen, freundlichere Kommunikation mit Fußgängern und natürlich nur wenige Parklücken, in die man nicht hineinpasst.

Beim Parklücken-Kurbeln tut sich allerdings eine der kleinen Schwächen des i10 auf. Denn, muss man einmal sehr schnell am Lenkrad drehen, bekommt man die Grenzen der Servolenkung zu spüren. Ansonsten ist der Kleine ein veritabler Vertreter der Kategorie günstig hergestellt, günstig im Ankauf. Bei einem kleinen Spartaner, der in der Basisversion (gleicher Motor) um 8990 Euro zu haben ist, bekommt man eben Hartplastik-Armaturen, Sicherheitsgurte, die mit Geduld geführt werden wollen, ein Innenlicht fürs ganze Auto, keinen Bordcomputer und ein schlichtes Kofferraumsystem, wie es deutsche Kleinwagen vor 15 Jahren noch standardmäßig hatten.

Sehr lobenswert wäre die Schlüsselfernbedienung, die nur einen einzigen Knopf für auf und zu kennt (wozu mehr?), wenn diese nicht so an der Schlüsselkante angebracht wäre, dass man sie oft aus Versehen betätigt und dann nachschauen muss, ob das Auto auch wirklich verriegelt ist.

Anschauen sollte man sich als Alternative aber auf jeden Fall den Diesel-i10 (kostet vergleichsweise üppige 11.990 Euro) wegen des Spritverbrauchs, aber auch, weil es nur diesen mit ESP als Extra gibt.

Serienmäßig im i10 Comfort u.a.: vier Airbags, zwei Isofix-Befestigungen, Nebelscheinwerfer, Klimaanlage, CD-Radio mit sechs Lautsprechern. Als Extra: Schiebedach (um 650 Euro).

Praxis im Hyundai i10 Comfort

Motor/Antrieb

Plus Flotter, spritziger kleiner Benziner.

Minus Motor ist vor allem bei schnellerer Gangart eher laut; leider ist der Praxisverbrauch (teilweise mehr als 8 Liter) weit entfernt von den Werksangaben.

Komfort

Plus Viel Kopffreiheit in beiden Reihen; Cockpit übersichtlich, gut bedienbar.

Minus Sehr raue Materialauswahl (Lenkrad, Schaltknauf); Radioklang nicht besonders gut; kein Bordcomputer.

Fahrverhalten

Plus Komfort-Abstimmung; gutes Handling (trotz kurzem Radstand) auch bei Autobahntempo.

Minus Fahrwerk poltert bei Straßenunebenheiten; starke Wind- und Abrollgeräusche bei schneller Fahrt.

Platz/Variabilität

Plus Für einen so Kleinen erstaunlich viel Platz in der zweiter Reihe; reichlich Ablagen vorne.

Minus Rückbanksystem altmodisch: nicht verschiebbar, keine ebene Ladefläche; kleiner Kofferraum.

Messwerte

Topspeed: 152 km/h. Beschleunigung: von 0 bis 100 km/h in 15,0 Sekunden. Testverbrauch: 7,4 Liter auf 100 km. Preis (Modell Comfort): 7.800 Euro

Daten ab Werk

Motor

Vierzylinder in Reihe, Hubraum 1086 ccm; 49 kW/66 PS bei 5500/min., 97 Nm bei 2800/min.

Kraftübertragung

Vorderradantrieb; Fünfgang-Schaltgetriebe; Knüppelschaltung.

Fahrwerk und Karosserie

fünftüriger Kleinwagen; selbsttragende Karosserie mit Hilfsrahmen; vorne Federbeine, Querlenker, Kurvenstabilisatoren, hinten Verbundlenkerachse, vorn und hinten Schraubenfedern; vorne Scheibenbremsen, hinten Trommelbremsen; ABS mit EBD, Handfeststellbremse auf die Hinterräder.

Abmessungen und Gewicht

Länge/Breite/Höhe in mm: 3565/1595/1540; Eigengewicht: ab 850 kg; Wendekreis: 9,4 m; Tankinhalt: 35 Liter.

Verbrauch

auf 100 km (laut Werk): städtisch 6,1, überland 4,4, gesamt 5,0 l.

(getestet von Tobias Micke)


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