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Jan Hofer schraubt selbst

15. Oktober 2008 | robins

Jan Hofer, ein Austin und der Autozug Jan Hofer, ein Austin und der Autozug Jan Hofer im vermeintlichen Interview. Er spricht über seine Abneigung gegen lange Autofahrten, zum Beispiel zur ADAC Trentino Classic und macht nebenbei Werbung für den Autozug der Deutschen Bahn.

Wer in den nächsten Tagen in der Presse über dieses Interview stolpert, weiß nun Bescheid. Diese vermeintlich objektive Befragung entstammt einer Pressemitteilung der DB Autozug AG. Hofer spricht also nicht frei von der Leber weg, sondern hat für den dezenten Hinweis auf die Vorzüge des Autozuges mit Sicherheit einen Obolus erhalten.

Aber nun zum Interview, ein wenig erfährt man über den Tagesschausprecher und Talkshowmoderator ja doch, zum Beispiel, dass er im Winter noch selbst an seinem Schmuckstück schraubt.

Herr Hofer, ein Teil Ihrer Freizeit widmen Sie Oldtimern. Wie sind Sie auf dieses Hobby gekommen?

„Früher war es mehr eine Notwendigkeit: Als Student hatte ich kein Geld für neue Autos. Also habe ich alte Autos gefahren und sie auch selbst repariert. Inzwischen schätze ich aber vor allem die Schönheit von klassischen Automobilen. Sie sind wie Gemälde.“

Aber auch heute schrauben Sie noch selbst…

„Natürlich, das macht einen Teil des Reizes aus. Alles, was rein mechanisch ist, kann ich selbst machen (lacht). Naja, fast alles. Aber wenn es beispielsweise ums Schweißen oder Lackieren geht – da lasse ich Spezialisten ‚ran.“

Sie waren jetzt auf der ADAC Trentino Classic, einer Oldtimer-Rallye in Südtirol, mit dabei. Wie war’s?

„Toll. Meine Frau und ich sind mit meinem über 40 Jahre alten Austin Healey 3000 MK III, einem klassischen Roadster, mitgefahren. Eine Woche im Trentino – das ist für uns ein erholsamer Kurzurlaub. Keine Hektik, kein Stress. Da kann ich mal so richtig abschalten.“

Ist die Anreise nicht zu lang für den Oldtimer?

„Für uns geht der Urlaub schon hier in Hamburg los. Wir fahren mit dem Autozug. Am Abend steigen wir ein, und am nächsten Tag sind wir da.“

Warum fahren Sie nicht gleicht mit dem schönen Auto?

„Stellen Sie sich das mal vor: Da wäre ich zwei Tage oder noch länger unterwegs! Dann kostet es einen Haufen Sprit. Wenn ich endlich ankomme, bin ich vollkommen gerädert und würde noch einmal zwei Tage brauchen, um wieder frisch zu werden. Und billiger wäre es auch nicht.“

Aber im Prinzip macht Ihnen Autofahren Spaß?

„Ja, wir fahren, wenn wir frei haben, mal ganz gemütlich nach Mecklenburg-Vorpommern oder in die Lüneburger Heide. Aber für lange Strecken nehme ich grundsätzlich die Bahn. Es geht schneller, und die Fahrzeit kann ich auch nutzen. Und ich komme erholt an.“

Was sind Ihre nächsten Pläne?

„Da muss ich mich nach der Jahreszeit richten. Jetzt wird die Winterpause eingelegt. Im Sommer fahren, im Winter schrauben. So ist das, wenn man Oldtimer hat.“


Kommentare

Ein Kommentar zu “Jan Hofer schraubt selbst”

  1. Andre Preiss
    27. Oktober 2008 um 16:57 Uhr

    Sehr geehrte Redaktion,

    das Interview mit Jan Hofer ist nicht vermeintlich sondern wirklich geführt worden – es stammt aus einem Gespräch, das ich als freier Autor mit ihm führen durfte. Jan Hofer hat dafür weder von mir noch von der DB Autozug GmbH einen Obolus erhalten. Das Unternehmen hat mit meiner Hilfe dafür gesorgt, dass dieses Interview veröffentlicht werden kann. Warum auch nicht. Jan Hofer ist ein überzeugter Nutzer des Autozugs, und das darf man als Anbieter dieser zeitgemäßen Reiseform doch durchaus zum Ausdruck bringen. Daran ändert auch die Absenderschaft dieses Artikels nichts.

    Mit freundlichen Grüßen

    André Preiß

    Werkstatt für Kommunikation, HAMBURG

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