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Jaguar XK 150

27. September 2008 | Automatick

Jaguar XK 150, Jg. 1958 Jaguar XK 150, Jg. 1958 Zum Klauen schön – Da dürfte sicherlich der ein oder andere Dieb seine viel gerühmte Ehre ohne Wimpernzucken über Bord werfen, wenn’s dieser Schlitten ist, der ihn in Versuchung bringt. Ehre hin oder her. Und wenn man es einmal von der prinzipiellen Seite her betrachtet, ist der Klassiker-Klau mitunter sogar weniger ehrenrührig als der Klassiker-Kauf…

Die Edelmarke Jaguar also im Besitz des indischen Billiganbieters Tata. Verscherbelt für 2,3 Milliarden Dollar, im Doppelpack mit Bruder Land Rover. Vor fast zehn Jahren, als Ford die weltbekannte Luxusmarke selbst erworben hat, war sie ihm noch alleine so viel wert gewesen.

Angesichts eines solch grassierenden Werteverlusts sei dem Nostalgikerauge ein Rückblick auf ein paar bleibende Werte gestattet.

Jaguar XK 120, Jg. 1950 Jaguar XK 120, Jg. 1950 Unvergänglich zweifelsohne sind Schmuck & Klasse der zweisitzigen Roadster-Reihe, die, 1948 mit dem Jaguar XK 120 beginnend, in ihrer ästhetischen Formensprache ganz dem Vorkriegsdesign verpflichtet war: Vorn blinkte der verchromte Kühlergrill zwischen großen und kleinen Rundscheinwerfern, dahinter erstreckte sich majestätisch die schier endlos lange Motorhaube, gesäumt von formschön geschwungenen Kotflügeln. Ein schnittiger Sportwagen durch und durch.

Eigentlich als Verlegenheitslösung und stellvertretender Blickfang auf der London Motor-Show für den noch nicht entwickelten Jaguar Mark VII gedacht, erfreute sich die auf Eschenholzrahmen montierte Aluminiumkarosse mit dem Sechszylinder-Reihenmotor eines überraschend großen Zuspruchs bei der Kundschaft. So wurde aus Alu schließlich Stahlblech, und nach 7373 schönen Exemplaren folgte 1954 Variante Nummer Zwei mit der Endziffer 140. 1957 kam schließlich das letzte und stärkste Modell der Reihe, der Jaguar XK 150.

Jaguar XK 140, Jg. 1954 Jaguar XK 140, Jg. 1954 Das folgende, dem Überblick dienende Kürzellexikon ist für alle drei Modelle gültig, denn alle drei Raubkatzen gab es als
OTS: Open Two Seater (offenen Zweisitzer),
FHC: Fixed Head Coupé (mit festem Dach überm Luxushaupt) und
DHC: Drop Head Coupé (als Cabriolet mit gefüttertem Stoffdach).

Als SE, sprich Jaguar XK Special Equipment, waren die eleganten Schnurrer noch einen Hauch leistungsstärker und umfangreicher ausgestattet. Die Karosserie scheint von Anfang an weitgehend formvollendet, an ihr wurden zwischen erstem und drittem Modell lediglich ein paar kleine effiziente Modifizierungen vorgenommen.

Wer jedenfalls heutzutage mit diebischer Absicht und eben solchem Vergnügen einen Jaguar XS 150 besteigt, der könnte im Fall der Fälle zu seiner Verteidigung einfach die Worte eines Hingebungsvollen zitieren: “Kaum streichelte der Fuß das schlanke Gaspedal, schon machte die Katze einen Sprung nach vorn” … und war plötzlich, eh man sich versehn, auf Samtpfoten einfach weggeschlichen.

* * *

Daten zu Jaguar XK 150
Bauzeit: 
1957-1961
Produktionszahl: 1300 Roadster OTS, 3457 Coupés FHC, 1893 Cabriolets DHC
Leistung: 155 kW/210 PS
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h


Kommentare

Ein Kommentar zu “Jaguar XK 150”

  1. Webnews.de
    29. September 2008 um 09:38 Uhr

    Jaguar XK 150: Zum Klauen schön!…

    Da dürfte sicherlich der ein oder andere Dieb seine viel gerühmte Ehre ohne Wimpernzucken über Bo…

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