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Cadillac

20. September 2008 | Automatick

Hübsches Exemplar: Cadillac Hübsches Exemplar: Cadillac Zum 100. Geburtstag der automobilen Groß-Mama, kurz: GM, am 16. September 2008 hallen Unkenrufe allerorten: vom alten Riesen, der wankt, und von den Tiefschlägen, die das Jubiläum überschatten. Zur Abwechslung daher mal ein Blumensträusschen. Es soll ihm gehuldigt werden, dem betagten Jubilar General Motors. Mit dem Blick zurück auf eines seiner ältesten Familienmitglieder – die Automarke Cadillac.

Seit 99 Jahren ist sie nun schon mit dem Hundertjährigen verbandelt. Ihrerseits 1902 gegründet, geht die Marke der gehobenen Fahrzeugklasse mit ihrem eleganten Namen auf den französischen Offizier und Abenteurer Antoine Laumet (1658-1730), genannt Laumet de La Mothe, Sieur de Cadillac, zurück. Monsieur Cadillac war kein geringerer als der Gründer der Stadt Detroit, Hauptstadt der US-Automobilindustrie schlechthin. Mit der Adelskrone in seinem Familienwappen schmückte sich die Automarke jedenfalls gern. Heut bescheidet sie sich mit dem Lorbeerkranz. Und ihr Credo im Jahre 2008 lautet schlicht: “Perfektion aus Leidenschaft”.

Eye-Catcher: Alter Cadillac Eye-Catcher: Alter Cadillac So symbolschwer und gründungsmythenbeladen jedenfalls der Name war, so ausladend auch die Formen, die ihn trugen: exorbitant lange Karosserien mit großzügigen Hubräumen für die 16-Zylinder-Motoren, üppigem Komfort in der Ausstattung und einem satten Benzinverbrauch. Das Markenzeichen des Schiffs waren seine senkrecht stehenden Rückleuchten.

Offensichtlich ist dies eher das passende Format für amerikanische Highways, denn in Good Old Europe fristete der Cadillac nur das Nischendasein eines selten gesehenen Exoten. Nischendasein aber heißt nicht Schattendasein, denn eines ist gewiss: In Europas Metropolen, auf seinen Parkplätzen und an seinen Straßenecken ist der Cadillac vor allem eines: babyrosafarbender oder knallbonbonroter oder pastellhimmelblauer…. na, jedenfalls: ein Eye-Catcher.

Im Hinblick aber auf die beiden ersten Exemplare, Cadillac Tonneau, das Bierfass, und Cadillac Runabout, das Motorboot, in den Jahren 1903/1904, muss jedoch eine Einschränkung vorgenommen werden, denn die beiden Erstlinge sind beim besten Willen nicht als ausufernde Schlachtschiffkarossen zu beschreiben. Kutschenhaft kompakt, waren die beiden historischen Modelle in Umfang und Abmessung vielmehr historische Vorwegnahme, nein, nicht von Stretchkarosse und Riesenschlitten, sondern vom pfiffigsten Knubbelchen aller Zeiten – dem Smart!

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Daten zum Cadillac
Bauzeit: seit 1903/04 bis dato (seit 2004: Cadillac XLR)
Produktionszahlen: Tonneau + Runabout 1903/04: 2497 Exemplare im ersten Produktionsjahr, 2600 insgesamt
Leistung: 6,5-8,25 (Tonneau + Runabout) – 326 PS (Cadillac XLR)
Preis: 750-850 US-Dollar (Tonneau + Runabout) – ab 89.500 € (Cadillac XLR)

Weiterführende Links:
Zum 100. Geburtstag von General Motors
Classic Cadilla Club Deutschland e.V.
Cadillac Europe


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