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Porsche 911 GT3

5. August 2008 | robins

Porsche 911 GT3 Porsche 911 GT3 Konzertmeister Porsche: das perfekte automobile Bindeglied zwischen Straße und Rennstrecke, im Test auf der Nürburgring-Nordschleife, in den Händen von Rallye-Altmeister Walter Röhrl.

Die Porsche-Techniker haben sich für den aktuellen GT3, den perfekten Mix aus Straßen- und Renngerät, wieder etwas Neues einfallen lassen. Der Klang, den jeder der 6 Zylinder im Abgastakt erzeugt, wird erstmals in einer gemeinsamen Kammer zusammengeführt. Und diese röhrende Akustik, die durch die neu entwickelte dreistufige Resonanzsauganlage im GT3 erzeugt wird, „ist“ – so Walter Röhrl – „ganz was Besonderes. Das klingt nicht ordinär, das ist einfach nur schön…“

Andächtig lauschen wir dem Konzertmeister an seinem Instrument vom piano im Leerlauf über das crescendo, das aufregende forte, wenn bei 5400/min die erste Resonanzklappe öffnet, bis zum haarsträubenden fortissimo bei 6350/min, das die zweite Resonanzklappe auslöst. Und dabei ist er noch nicht einmal losgefahren.

In 7:42 Minuten bewältigt Röhrl mit dem neuen GT3 die berüchtigte Nordschleife des Nürburgrings. Acht Sekunden schneller als mit dem GT3-Vorgänger, und das sagt eigentlich schon alles über die Arbeit der Porsche-Ingenieure. Stärkerer Motor, größere Bremsen, neu entwickelte Reifen, bessere Aerodynamik und jede Menge Gewichtseinsparungen. All das, sagt Rallye-Legende Walter Röhrl, mache den GT3 noch sportlicher. Vor allem, wenn man die Keramikbremsen und das Sportpaket (Schalensitze mit Sechs-Punkt-Gurten, Überrollbügel inkl. Feuerlöscher) dazu nimmt.

Porsche 911 GT3 Porsche 911 GT3 Bequemer und weniger kompromisslos im Gesamtbild ist Porsches Vermittler zwischen Straße und Rennstrecke (GT Serie) allerdings auch geworden. Klimaanlage und Traktionskontrolle sind jetzt serienmäßig. Röhrl: „Für mich ist das nix, auch mit dem Stabilitätsprogramm, so gut es ist. Wer so ein Renngerät kauft, sollte auch etwas Eigenverantwortung tragen.“

Der Wagen ist trotz aller Hightech-Abspeckmaßnahmen mit Alu-Motorhaube und Titan-Pleuel 15 Kilo schwerer als der Vorgänger. Da aber 95 Prozent der erlauchten Kunden (40 Prozent dieser Autos gehen in die USA, wo man ja bekanntlich so richtig Gas geben kann…) bei besagtem Vorgänger die optionale Klimaanlage bestellt haben, ist sie nun eben bei den geplanten 900 Stück gleich mit an Bord. Und im Armaturenbrett vor dem Beifahrer scheppern beim Öffnen der ersten Resonanzklappe wie aus Protest die Becherhalter unseres Testwagens gleich mit.

Weiter serienmäßig vorhanden: ein aktives, von hart auf super-hart verstellbares Fahrwerk (PASM), 6 Airbags, CD-Radio, Alcantara-Leder, kurzes Sechsgang-Schaltgetriebe mit Hochschaltanzeige bei Erreichen der Höchstdrehzahl von 8400/min. Der Stückpreis liegt bei 112.544 Euro inkl. MwSt.

Der Motor

6-Zylinder Boxermotor wassergekühlt mit Trockensumpf-Schmierung für den Renneinsatz, 4 Ventile pro Zylinder mit variablen Steuerzeiten, sequentielle Multipoint-Einspritzung, 3600 ccm, 305 kW/415 PS bei 7600/min, 405 Nm bei 5500/min, 310 km/h, 0 bis 100 km/h in 4,3 sec., 0 – 200 km/h in 13,5 sec., cw-Wert 0,29

Verbrauch

städtisch/außerstädtisch/gesamt: 20,0/9,0/13,0 Liter auf 100 km; 98 Oktan Super Plus

(getestet von Tobias Micke)


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