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Toyota Aygo

21. Juli 2008 | robins

Toyota Aygo Toyota Aygo Fang mich! Quirliger kleiner Japaner, der sich mit dem Fuchs anlegt

Im Trio der so gut wie baugleichen Stadt-Flitzer Citroen C1, Peugeot 107 und Toyota Aygo tritt der Aygo am eigenständigsten auf. Das Fahrwerk wirkt besser abgestimmt und auch die aus Kostengründen fast identischen Innenarmaturen passen beim Japaner am besten zum Toyota-Lenkrad.

Im dichten Stadtverkehr ist der Aygo ein Sympathie-Auto, das gern in Kolonnen hineingelassen wird. Dass man bei einer Gesamtlänge von nur 3,4 Metern eigene Türen für die zweite Reihe zur Verfügung hat, verblüfft Mitreisende. Dafür sind die Hecksäulen (C-Säulen) so breit, dass man trotz der kleinen Maße beim Einparken die Übersicht vermisst.

Toyota Aygo Toyota Aygo In der getesteten Version Club u. a. serienmäßig: CD-Radio mit 6 Lautsprechern, Pollenfilter, Kopfairbag vorn und hinten, Klimaanlage.

Als Extra im Sportpack: Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfer, Drehzahlmesser.

Zusätzlich: Das leicht zu bedienende und vor allem rechnerisch extrem schnelle Navigationsgerät Tom-Tom.

Schwachstelle des quirligen kleinen Japaners könnten der Preis und die geringe Variabilität der Ausstattung sein. Elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, ISOFIX-Halterung und Klimaanlage gibt es ausschließlich in der Topversion. Und schielt man zu scharf kalkulierten Konkurrenten wie dem VW Fox (ab 9550 Euro), wo man als Extra auch ESP, allerdings ausschließlich 3 Türen, bekommt, scheinen 11.750 Euro für den weniger hochwertig wirkenden Aygo Club trotz der Mehrausstattung etwas hoch angesetzt.

Dafür ist das Design sehr jugendlich und emotional und kommt besonders bei jungen Kunden gut an. Eine Geschmackssache.

Praxis im Toyota Aygo 1.0 VVT-i

Motor/Antrieb

Plus Der kompakte 3-Zylinder-Benziner bereitet dank des geringen Gesamtgewichts geradezu sportlichen Fahrspaß, muss aber dazu hochtourig gefahren werden. Geringer Verbrauch.

Minus Wie bei 3-Zylinder-Motoren üblich, ist der Antrieb sehr laut.

Komfort

Plus Ausreichend Kopffreiheit und Seitenhalt auf den vorderen Sitzen.

Minus Keine Haltegriffe und Sakko-Haken, alle Ablagen ohne rutschfesten Belag und Klappe, kein Innengriff bei Heckklappe, Heckscheibenwischer bearbeitet zu kleinen Bereich.

Fahrverhalten

Plus Lenkung bleibt trotz kurzem Radstand auch bei hohem Tempo sehr ruhig, komfortabel-neutrales Fahrwerk.

Minus Zu geringe Lärmdämmung zwischen Motor und Innenraum, sowie vom Unterboden her (Rollsplit!)

Platz/Variabilität

Plus Kopffreiheit des Viersitzers ist in der zweiten Reihe erstaunlich gut. Sitze (nur in Topversion Club!) 50:50 umlegbar.

Minus Hohe Ladekante. In der Wagenklasse beliebte Details wie Haken für Einkaufstaschen fehlen. ISOFIX nur in Top-Version.

Messwerte

157 km/h. Beschleunigung: von 0 auf 100 km/h in 14,2 Sekunden.

Testverbrauch: 5,8 Liter auf 100 km.

Preis (Toyota Aygo 1.0 VVT-i Club): 11.750 Euro (inkl. aller Abgaben)

Daten ab Werk

Motor

Drei Zylinder in Reihe, 998 ccm, 50 kW/68 PS bei 6000/min, 93 Nm bei 3600/min, vier Ventile pro Zylinder, zwei obenliegende Nockenwellen, Leichtmetall-Zylinderkopf und -block.

Kraftübertragung

auf die Vorderräder, 5-Gang-Schaltgetriebe

Fahrgestell

selbsttragende Karosserie; vorne Federbeine und unterer Querlenker; hinten Verbundlenkerachse, vorn und hinten Kurvenstabilisator, Schraubenfedern und Teleskopdämpfer.

Fahrwerk

Vorne Scheibenbremsen, hinten Trommeln, ABS mit EBD; Handbremse auf Hinterräder; Zahnstangenlenkung mit Servo, Treibstofftank 40 Liter, Reifen 165/65 R 14, Felgen 4 J.

Abmessungen und Gewichte

Radstand 2340 mm, Länge 3405 mm, Breite 1615 mm, Höhe 1465 mm, 840 kg 10 Meter Wendekreis.

Verbrauch

auf 100 km (lt. Werk): städtisch 5,5, außerstädtisch 4,1, gesamt 4,6 Liter. (95 Oktan)

(getestet von Tobias Micke)


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