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Verschrotten jetzt für 29 Euro

16. Juli 2008 | robins

So ein Sommerloch bietet doch tatsächlich auch manchmal was Neues, zumindest für mich. Da es inzwischen sogar einen ZDF-Beitrag gibt, hat es sich ja der eine oder andere vielleicht schon live angesehen? In Köln wird fürs Autoverschrotten jetzt Eintritt kassiert!

Es gab einen Beitrag in den heute-Nachrichten (leider gerade nicht aufzufinden), der soll einen glauben machen, dass es bei der Show AutoAuto! (tolles Video!) um mehr geht als nur das Verschrotten. Ich glaube es glatt! Die Show gastiert derzeit in Köln und versucht ein Auto als Musikinstrument zweckzuentfremden. Oder besser Musikinstrumente, denn schon ich bekomme ja mit wenig Mühe viele, wirklich sehr verschiedene Töne aus meinem Auto heraus.

Das Auto ist also ein Kunstwerk. Na, das weiß ich doch schon lange! Aber ein Auftritt in der Kölner Philharmonie adelt natürlich. Das Auto und die zwei Konzeptkünstler Christian von Richthofen und Rolf Claussen, die mit Händen, Füßen, Äxten, Vorschlaghammern, Sandpapier und sogar einer Flex den ollen Opel Kadett malträtieren. Anderthalb Stunden, das kann man sich vorstellen, reichen, um allerlei Verheerungen anzurichten und die verschiedensten Geräusche dabei zu erzeugen. Der Opel konnte nach der Aufführung nicht mal mehr eigenständig zum Schrottplatz rollen…

Für die Uraufführung gab es übrigens stehende Ovationen. Mein Geräusch-Top-Favorit wäre allerdings der nicht minder olle Citroen AX gewesen!

Wer also anderen dabei zuschauen möchte, wie sie ein Auto zerdeppern:

„AutoAuto“

18.-20. Juli in der Kölner Philharmonie, Karten gibt es ab 29 Euro.


Kommentare

2 Kommentare zu “Verschrotten jetzt für 29 Euro”

  1. mimpu
    16. Juli 2008 um 15:13 Uhr

    Das ist doch pervers! Ganz besonders jedem ehemaligen DDD-Buerger tut diese Vernichtung von Werten (er musste 17 Jahre auf seinen Trabant warten, seinen Lebenstraum) in dcer Seele weh. Wo soll da Vergnuegen an der sicherlich notwendigen, aber doch keinesfalls freudvollen ,koerperlich schweren und laermverursachenden Materialbearbeitung herkommen?

    Wie dekadent sind die Banausen, die darin ein Kunstwerk sehen? Oder klingt den Verantwortlichen das Klingeln der Muenzen wie liebliche Musik in den Ohren?

  2. Pamela Moucha
    21. Juli 2008 um 15:27 Uhr

    Schade, dass Sie offensichtlich nicht die Gelegenheit wahrnehmen konnten, sich dieses fulminante musikalische Spektakel einmal live anzuhören. Im Gegensatz zu den gängigen Philharmoniepreisen war dies in Köln schon für 29 € möglich.

    Wenn man bedenkt, was die Unterhaltungsindustrie sonst so an Material investiert, um ein Event auszustatten – schätzen Sie Mal, was ein durchschnittliches Feuerwerk so kostet -, dann scheint sich zumindest mir die Opferung eines einzelnen Automobils für ein solch kunstvolle Darbietung in einem durchaus angemessenem Rahmen zu bewegen.

    Falls Sie noch an einem anderen Blick auf die Autoverschwendung interessiert sind… http://www.automatick.de/2008/07/17/opel-kadett-a/

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