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Chevrolet Aveo

1. Juli 2008 | robins

Chevrolet Aveo Chevrolet Aveo ‚Stadtliches‘ Format: Ein durchaus nett anzusehender, günstiger Stadtflitzer, der allerdings ein wenig an die europäischen Bauweisen vor 20 Jahren erinnert

Wo „Amerika“ draufsteht, ist nicht unbedingt Amerika drin. So ist das seit 2005 mit den Klein- und Mittelklassewagen, die bei uns unter der US-Marke Chevrolet fahren. Wer sich also über die neue Vernunft der Amis wundert, muss eines Besseren belehrt werden. Spritfressende SUV-Monster wie Chevy Trailblazer oder Tahoe werden in den USA noch immer gebaut. Die bei uns viel öfter zu sehenden Kompaktwagen Matiz und seit April der fünftürige Aveo stammen aus Korea und hätten vor drei Jahren noch den Schriftzug der General-Motors-Tochter Daewoo getragen.

Ganz europäisch kommt jetzt der dreitürige Aveo als Nachfolger des Chevrolet Kalos daher. Er wird in Polen gebaut und zielt mit flotter Optik und schlichter, aber funktioneller Ausstattung auf preisbewusste Kleinwagenkäufer. Drei Benzinmotoren, darunter jedoch kein Diesel, stehen zur Wahl. Bei ersten Tests – die Grundmotorisierung mit 75 PS kommt erst im Juli – präsentierte sich der neu entwickelte 85-PS-Benziner als durchaus spritzige Wahl, sodass der Unterschied zum 101-PS-Triebwerk nicht mehr wirklich auffiel.

Chevrolet Aveo Chevrolet Aveo Nicht gefallen hat die Rückbank, deren Lehne seltsam schräg nach hinten geneigt ist, sodass man man nicht besonders gut sitzt und sich in der zweiten Reihe besser auf kurze Stadtfahrten beschränken sollte. Wird mehr Laderaum benötigt, lässt sich die Rückenlehne zwar umlegen, dabei aber weder versenken noch mitsamt der Sitzfläche ganz nach vorne klappen. Außerdem ist der Schalthebel des Fünfgang-Getriebes in der Mittelkonsole ungewöhnlich weit hinten montiert, was zur Folge hat, dass Ellenbogenkontakt mit dem Beifahrer kaum zu vermeiden ist. Und beim Bordcomputer fehlt die Verbrauchsanzeige.

Dafür wirkt das Fahrwerk, trotz etwas schwerfälliger Lenkung, sehr ordentlich; die Sitz- und Platzverhältnisse in der ersten Reihe sind gut. Das Basismodell (dreitürig, mit CD-Radio, ohne Klimaanlage) ist zudem schon ab 9.990 Euro zu haben, wobei alle Servicekosten für die ersten drei Jahre (bis 50.000 km) inbegriffen sind. Für 13.490 Euro bekommt man in der Topversion LT (101 PS) Klimaautomatik, Lenkradfernbedienung, Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer und Leichtmetallräder.

Die Motoren

BENZINER:

1.2: Reihen-Vierzylinder, 1206 ccm mit 55 kW/75 PS (ab Juli 2008) 


1.2: Reihen-Vierzylinder, 1206 ccm, 62 kW/84 PS bei 6000/min, 114 Nm bei 3800/min, 0 bis 100 km/h in 12,8 sec., 170 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 7,2/4,6/5,5 Liter 


1.4: Reihen-Vierzylinder, 1399 ccm, 74 kW/101 PS bei 6400/min, 131 Nm bei 4200/min, 0 bis 100 km/h in 11,9 sec., 175 km/h, Verbrauch (städtisch/außerstädtisch/gesamt): 7,9/4,7/5,9 Liter 



DIESEL: nicht als Diesel erhältlich

(getestet von Tobias Micke)


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