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Todbringende 7.000 Pferdestärken

23. Juni 2008 | robins

Scott Kalitta Scott Kalitta Scott Kalitta war ein routinierter Rennfahrer, seit den 80er Jahren im Geschäft. Er hat Karrierehöhen genauso wie -tiefen erlebt und war bestimmt kein Haudegen. Der unkontrollierten Kraft von 7.000 PS ist ein Mann auch mit 100 kg aber einfach nicht gewachsen.

Ein Dragsterrennen hat keine Kurven, es geht, so schnell wie möglich einfach geradeaus. Das beschränkt natürlich den Einfluss des fahrerischen Könnens. Wichtiger sind ein gutes Reaktionsvermögen und eine große Portion Coolness. Vielleicht gehört auch eine Portion Selbstüberschätzung dazu, zu glauben, dass man einen 7000-PS-Motor dauerhaft bändigen kann.

Um in diesen Rennen überlegen zu sein, sind die Wagen extremst aufgerüstet. (Manche glauben ja noch, die Beschleunigung mit Nitro sei eine Erfindung der Spieleindustrie, die gibt es aber inzwischen sogar in Serienwagen.) Die Kraft von 7.000 Pferdestärken ist bei unkontrollierten 480 km/h nicht innerhalb von Sekunden unter Kontrolle zu bringen. Selbst wenn kein Zaun, keine Mauer im Weg gewesen wäre… schon ein Stein oder eine Schwelle reicht, um das Fahrzeug zum Überschlagen zu bringen.

Scott Kalittas Fahrzeug hatte einen banalen Motordefekt. Es schleuderte von der Fahrbahn durch eine Absperrung und zerbarst schließlich an einer Mauer. Es verbrannte in einem riesigen Feuerball, keine Chance für ein Menschenleben.

Es braucht aber keinen überdimensionierten Toyota Solara, um der Geschwindigkeit zum Opfer zu fallen. Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher kriegen so viele PS sowieso niemals eigenverantwortlich unter den Hintern, aber die Gewalt von 50 PS reicht locker aus…

… nur ist dann der Feuerball vielleicht ein bisschen kleiner und man schafft es nicht auf den Titel der Bild.

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