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„passive drive“ mit dem Laguna GT

6. Juni 2008 | robins

Renault Laguna GT Renault Laguna GT

Der Renault Laguna GT erweckt den Allradantrieb zu neuem Leben. Die Hinterachse lenkt mit und denkt mit, denn bis 60 km/h lenkt sie auch manchmal dagegen, wie dieses Werbevideo veranschaulicht. Nach allen Tests scheint das Ganze eindrucksvoll gut zu funktionieren. Damit beweist sich Renault einmal mehr als Trendsetter, denn vom Allradvirus hat sich unter anderem auch BMW erneut infizieren lassen.

Aha, also ein gutes Handling und höhere Sicherheit verspricht die mitdenkende Hinterachse. In engen Gassen und scharfen Kurven macht sich der Wendekreis von 10,30 m deutlich bemerkbar, es sind immerhin 75 cm weniger als ohne Wundermittel „active drive“. Das wird freundlicherweise serienmäßig verbaut, es spricht also nichts dagegen, den Renault als neuen Lieblingswagen in Betracht zu ziehen.

Spricht nichts dagegen? Oh, doch! Hat sich bitteschön schon mal jemand den zugehörigen Werbespot angeschaut? Hier gibt es ihn in der französischen Fassung, aber auch im deutschen Fernsehen läuft das Filmchen.

Da wird die Allradlenkung selbst zwar nur dürftig erklärt, dafür werden einige Nebenwirkungen sehr anschaulich gemacht: Durch „active drive“ wird man offenbar so eine Lenklusche, dass man danach kein vernünftiges Auto mehr fahren kann! Wer eine Probefahrt mit dem Renault bucht, wird zukünftig vermutlich seine Haftpflicht informieren müssen. Denn der Versicherungsfall kommt so garantiert wie die komplette Durchrostung spätestens im dreizehnten Jahr.

Ich frage mich wirklich, wie man die Renaultmonteure in Lohn und Brot halten soll, wenn ein gutes Auto so schlecht beworben wird?!


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