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Mercedes-Benz SLK

14. Mai 2008 | robins

Mercedes SLK Mercedes SLK Mut zur Lücke: Der kleine Roadster mit Faltdach hat eine eingebaute Formel-1-Nase

Vor zwölf Jahren kam Mercedes erstmals mit seinem Roadster SLK auf den Markt. Insgesamt wurden in dieser Zeit fast 500.000 Stück verkauft. Die neue, dritte Generation des Zweisitzers kann ab sofort bestellt werden. Alle vier Motoren wurden überarbeitet, die Leistung (bei sinkendem Verbrauch) gesteigert.

Als optischer Gag wurde in die neue SLK-Front ein zweites Gesicht integriert – das eines Formel-1-Boliden: Die schlanke Nase zieht sich über die Kühlerhaube bis in den längs geteilten Kühlergrill. Und darunter tut sich mutig jene Lücke auf, die bei der aktuellen F1-Generation (natürlich auch bei McLaren-Mercedes) oft zu sehen war. Eleganter wirkt der Neue dadurch vielleicht nicht, jedenfalls aber sportlicher.

Formel-1-Nase Formel-1-Nase Bei ersten Tests gefiel neben dem sportlichen Fahrwerk besonders der SLK 280 wegen der sehr gelungenen Motorakustik (und der ab dieser Motorisierung erhältlichen hervorragenden 7G-Tronic-Schaltung am Lenkrad), aber auch der „kleine“ 4-Zylinder (SLK 200) wirkt nicht untermotorisiert, auch wenn er beim kräftigen Tritt aufs Gas ein wenig gequält aufbrüllt.

Nicht ganz (oder sehr eilig) zu Ende gedacht wirkt hingegen das in ca. 25 Sekunden vollversenkbare Vario-Dach des Roadsters: Zum einen lässt es sich – im Gegensatz zu fast allen Konkurrenz-Produkten – nur im Stand öffnen und schließen. Zum anderen steht bei geöffnetem Dach auf beiden Seiten des Fahrzeugs jeweils ein Zipfel der hinteren Seitenscheibe aus der Karosserie heraus, die eigentlich komplett versenkt sein sollte. Ein Mercedes-Sprecher: „Man muss beim Design eben Prioritäten setzen.“ Aber auch die – im Kontrast zum sonst eher brav wirkenden Mercedes-Cockpit – mutigen inneren Türhaltegriffe werden wohl keinen potentiellen Kunden vom Kauf des Sternen-Roadsters abschrecken.

Serienmäßig u.a.: ABS, ESP und ASR, Airbags, Sportsitze, Tempomat, Nebelscheinwerfer, CD-Radio, Klimaanlage.

Mercedes SLK Mercedes SLK Als Extra gefallen hat der „Airscarf“ (470 Euro), der Fahrer und Beifahrer wie ein sanfter Fön regulierbare Warmluft ins Genick bläst und das neue gläserne Windschott (303 Euro) hinter den Rückenlehnen. Allerdings spiegelt sich darin im Rückspiegel der Navi-Bildschirm bei Fahrten im Tunnel.

Weiteres als Extra u.a.: Xenon-Licht, variable Direktlenkung, beheizbares Lenkrad

Den neuen, im Vergleich zum Vorgänger um vier Zentimeter in die Breite gewachsene Roadster gibt es ab 36.503 Euro (SLK 200), der SLK 280 kostet ab 41.858 Euro, der SLK 350 ab 46.975 Euro, der SLK 55 AMG ab 69.049. Aufpreis für 7G-Tronic-Schaltung (SLK 280 und 350): 2261 Euro

Die Motoren

SLK 200 Kompressor (Werte gelten für Version mit Sechsgang-Schaltgetriebe): Vier Zylinder in Reihe, 1796 ccm, 135 kW/184 PS bei 5000/min, 250 Nm bei 2800/min, 236 km/h, 0 – 100 km/h in 7,6 sec., Treibstoffverbrauch (Mix): 7,7 Liter

SLK 280 (Werte gelten für Version mit Sechsgang-Schaltgetriebe): Sechs Zylinder in V, 2996 ccm, 170 kW/231 PS bei 6000/min, 300 Nm bei 2500/min, 250 km/h, 0 – 100 km/h in 6,3 sec., Treibstoffverbrauch (Mix): 9,3 Liter

SLK 350 (Werte gelten für Version mit Sechsgang-Schaltgetriebe): Sechs Zylinder in V, 3498 ccm, 224 kW/305 PS bei 6500/min, 360 Nm bei 4900/min, 250 km/h, 0 – 100 km/h in 5,4 sec., Treibstoffverbrauch (Mix): 9,5 Liter

SLK 55 AMG (Werte gelten für Version mit 7G-Tronic-Getriebe): Acht Zylinder in V, 5439 ccm, 265 kW/360 PS bei 5750/min, 510 Nm bei 4000/min, 250 km/h, 0 – 100 km/h in 4,9 sec., Treibstoffverbrauch (Mix): 12 Liter

(getestet von Tobias Micke)


Kommentare

2 Kommentare zu “Mercedes-Benz SLK”

  1. Karl Kienesberger
    27. Juli 2008 um 21:10 Uhr

    Aus ihrem Artikel: …. Zum anderen steht bei geöffnetem Dach auf beiden Seiten des Fahrzeugs jeweils ein Zipfel der hinteren Seitenscheibe aus der Karosserie heraus, die eigentlich komplett versenkt sein sollte.

    Meine Anmerkung: Bei versenkten Seitenscheiben wäre das ja noch verständlich. Daß sich aber die beiden hinteren Scheiben bei offenen Dach nicht heraus fahren lassen, ist eine markante Schwachstelle ( beim SL oder anderen Herstellern möglich).

    Können Sie für diese einfache Softwareanpassung intervenieren oder kennen Sie jemanden, der Zugriff auf die Software hat?

    MfG. Karl Kienesberger

    Laakirchen/Österreich

    MfG. Karl Kienesberger

  2. Tobias Micke
    28. Juli 2008 um 14:40 Uhr

    Hallo, Herr Kienesberger!

    Ich kann das gerne einmal bei nächster Gelegenheit bei Mercedes fallen lassen. Sie haben Recht, das wäre nicht so schwer zu ändern. Erfahrungsgemäß wird soetwas aber erst bei der nächsten „Modellpolitur“ berücksichtigt (wenn nicht jemand ein „Kostenveto“ einbringt)…

    Liebe Grüße

    tm

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