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Wohltemperierte Übernahme

24. Oktober 2007 | robins

Komischer Kauz: Toyotas Konzept vom Hi Ride City Truck Komischer Kauz: Toyotas Konzept vom Hi Ride City Truck Nun ist es EU-offiziell: Porsche darf bei VW das Sagen haben. Was sich schwierig anhört, ist letztlich ganz einfach: Porsches Anteile an der Aktiengesellschaft VW sind größer als sein bisheriges Stimmrecht, das auf 20 Prozent beschränkt war.

Futurame: Das Innenleben eines modernen Samurai Futurame: Das Innenleben eines modernen Samurai Nun ist also der Weg frei, für mehr Porsche bei VW und die ausgegebenen Ziele sind forsch: Nichts weniger als den Weltmarktführer Toyota will man in Zuffenhausen herausfordern und dabei Wolfsburg kräftig einheizen. Ein Blick auf die kommende Tokio-Motorshow zeigt, meist lohnt sich dabei ein zweiter Blick, denn der erste dürfte ein Stirnrunzeln auslösen, was dazu nötig sein wird.

Was Toyota dort zeigen wird ist großer Sport und liegt auf einer Linie mit der aktuellen Tendenz. Zwar sind Deutsche immer noch auf dem Dieseltrip, doch die Zukunft heißt: kleiner und leichter und wenn schon größer, dann bitte schön hybridisiert. Genau das zeigt Toyota im fernen Tokio, wo „World News“ ebenso wie „Big Entertainment“ über riesige, digitale Leuchtmittelwerbungen flackern und die Straße als gefühlte Verlängerung des eigenen Zuhauses etablieren. Also, what’s next? Klein und fein sowie groß und weniger schmutzig! Groß uind hybridisert: Toyotas “Crown” Konzept Groß uind hybridisert: Toyotas “Crown” Konzept

Das Kalkül hinter der Porsche-Deal ist nachvollziehbar und kühn: Toyota ist was VW mit neuer, entfesselter Struktur werden soll: der weltgrößte und innovativste Automobilkonzern. Eine Herkulesaufgabe, nicht zuletzt, da mit Ferdinand Piech ein Mann im Spiel ist, über den einstige Weggefährten im persönlichen Gespräch sagen, er sei kalt, berechnend und Macht bewusst ad infinitum. In der Konstellation, die kleine Porsche AG (Umsatz 7 Mrd. €) übernimmt den Elefanten (VW mehr als 100 Mrd. €) birgt der Faktor Piech als VW Aufsichtsratsvorsitzender Risiken. Obschon in der neuen, europäischen Porsche Holding SE die Porsche-Familie eine geringe Mehrheit gegenüber dem Piech-Clan besitzt.

Aber Chancen gibt es wohl nie ohne Risiken. Wiedeking, der begeisterte Porsche-Traktorfahrer auf dem heimischen Kartoffelacker, den selbst die „taz“ zum Musterknaben der Automobilbranche erhob, wird Kraft und Stehvermögen benötigen, um VW dort hinzubekommen, wo er es hinhaben will: An die Spitze der weltweiten Autobauer.

Mann mit Zielen: Porsche-Chef Wendelin Wiedeking Mann mit Zielen: Porsche-Chef Wendelin Wiedeking Übrigens, weiter geht nicht, ohne in der nächsten Stufe bei EADS anzuklopfen. Aber dort sind ja bereits die anderen Stuttgarter von Daimler. Sie können eben alles die Schwaben, außer……

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