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Elektromuffel

9. Oktober 2007 | robins

Noch nicht flott: Tesla Roadster Noch nicht flott: Tesla Roadster Gestern geisterte bereits die Meldung durch die Massen-Online-Medien, TeslaMotors kippt Boss und verschiebt Auslieferung des „most sexy“ Elektro-Roadsters. Was war passiert? In der Tat haben die Teslas einen höchst ambitionierten Zeitplan entwickelt und bereits für Ende dieses Jahres die Auslieferung der ersten Modelle angekündigt. Darauf waren auch Hollywood-Größen, wie George Clooney oder der Wegbereiter des Straßen-Hummers Arnie „Governator“ Schwarzenegger richtig wild. Sie alle haben einen Tesla Elektro-Roadster bestellt und wollten ihr grünes Mütchen im lockeren Zero-Emissions-Fahrtwind kühlen.

Seit vergangener Woche ist nun klar. So schnell kommt der Elektroflitzer mit dem Lotus-Körper doch nicht auf die Straßen. Teslas Interims-CEO, Michael Marks hat erstmal für das erste Quartal ’08 rund 50 Autos zugesagt, weitere 600 sollen im selben Jahr noch folgen.

Spötter könnten nun behaupten, die Pläne seien im Vergleich zu Toyota (Prius) oder GM (Volt) ohnehin viel zu ambitioniert gewesen. Und in der Tat scheint es so, als habe der Gründer Martin Eberhard, mittlerweile zum Cheftechnologen degradiert, seinen Zeitplan zu optimistisch geplant. Vor allem vor dem Hintergrund, dass auf den Elektro-Roadster ein Familien-Fünfsitzer folgen soll. Das notwendige Kapital für den Start des Projektes soll an der Börse besorgt werden. Dafür aber muss der Roadster ökologisch wertvoll über die Highways flitzen und eine natürlich makellose Figur machen.

Was jedoch viel mehr verwundert, ist die Technologie, mit der die Start-Up-Autobauer aus Silicon Valley an den Start gehen. Ist der Elektromotor bereits bewährt und längst einsatzfähig, so kriselt es jedoch beim Akku als Stromlieferanten. Teslas verfügen über nach eigenen Angaben über eine Reichweite von 245 Meilen, Beschleunigung von 0 auf 100 in rund vier Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 125 Mph (elektronisch abgeregelt). Die Energie für solche sportliche Leistungen soll aus 6831 konventionellen Handyakkus kommen. Da sind viele skeptisch, glauben das ist eine technische Verzweigung, die zwar kurzfristig Aufmerksamkeit erregt, aber nicht die tatsächlichen Fragen beantwortet.

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