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Dark Side of the Moon

1. Oktober 2007 | robins

Preissturz bei Biosprit Preissturz bei Biosprit Moderne Zauberformeln, wie Ethanol und Bio-Diesel, reizen bereits manche sich umweltverträgliche Autos anzuschaffen und in der Folge für clean zu erklären. Neueren Untersuchungen zufolge, spricht jedoch einiges dafür, dass Biosprit eine begrenzte Lösung bleibt und nicht als Antwort für die anstehenden Klimaherausforderungen taugt.

Zunächst ließ das Umweltbundesamt aufhorchen, dort hält man das Ökoimage des Biosprits für abwegig. Ethanol trägt nach Meinung der Bundesamtler so wenig zum Klimaschutz bei, dass die Bundesregierung die Förderung korrigieren sollte.

Was ist passiert?

Ethanol wird in den USA meist aus Mais gewonnen, der im platten Agrarland des mittleren Westens angebaut wird. Eine aggressive Steigerung des Etahnolanteils macht einen massiven Ausbau der Maisproduktion notwendig. Forscher, wie David Victor, Direktor des Programms für Energie und nachhaltige Entwicklung an der Stanford University, ist bezüglich der ökologischen Auswirkungen sehr skeptisch. In einem Interview mit der Zeitschrift Technology Review gibt er zu bedenken, dass massive Ausweitung der Mais basierten Ethanolgewinnung ernste ökologische Probleme mit sich bringen wird: Das verschlingt große Mengen an Landfläche, um die Pflanze anzubauen. Außerdem gibt es ernste ökonomische Probleme dabei: Ethanol aus Mais kann einfach nicht mit anderen Verfahren konkurrieren – etwa der Herstellung aus Zucker.

Downgrade: Preisverfall

Sprachen noch vor einem Jahr viele von einem neuen Biosprit-Goldrush und prognostizierten den ländlichen Regionen der USA aufgrund der Boomstimmung ein Revival, so sehen die Dinge aktuell nicht mehr so rosig aus. Die New York Times titelt macht heute mit dem Ende des Ethanol-Booms auf und berichtet von einem Überangebot, dass Preise verfallen lässt und die Rallye beendet.

Vielleicht ist es also schlicht vernünftiger kleine Autos mit weniger Hubraum und PS zu fahren. Nicht wenige Automobilentwickler deutscher Premiummarken halten das hinter vorgehaltener Hand für den sinnvollsten ersten Schritt. Offen sagen geht nicht, immerhin lässt sich mit großen, starken Kutschen viel mehr Geld verdienen und auch der imageorientierte Markenausbau fällt wesentlich leichter.

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