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Am Tisch mit Mercedes und Co - Spyker geht das Kapital aus

16. August 2007 | AutomaTick

Gerät in den Hintergund: Spykers F1-Team Gerät in den Hintergund: Spykers F1-Team Es ist verhext: Haste kein Glück und dann kommt noch das Pech dazu. Nachdem der Spyker-Pechvogel Albers bereits vor lauter Verzweiflung und im Bemühen, endlich mal eine bessere Platzierung einzufahren, sogar den Tankrüssel mitgeschleift hatte und davon von uns zur Nominierung für den “Pechvogel des Jahres Wettbewerb” vorgeschlagen wird - immerhin hat er danach sein Job verloren -, meldet das Unternehmen nun drastische Finanzengpässe.

Kein Wunder, laut Mitteilung des exklusiven Premium Sportwagenbauers, steht es schlecht. Das Risiko Formel1 ist doch wohl zu groß für den kleinen Autobauer, der im vergangenen Jahr rund 100 Automobile fertigte. Zwar lockten die Niederländer die globale “Brand Awareness”, das heißt so viel wie, jeder, der sich ein solches Auto leisten kann, soll gefälligst auch die Marke Spyker kennen. Doch wie das Ganze zu finanzieren ist, das haben sich die Verantwortlichen anders vorgestellt. Die Ergebnisse des F1-Teams sind mager, welcher Sponsor klebt sein Logo schon auf eine Verliererkutsche?

Der größte Aktionär, Strongwind aus Luxemburg, schoss bereits zwei Millionen Euro zu, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu erfüllen. Mittlerweile wird auch nicht mehr ausgeschlossen, dass Spyker das Formel1 Team ganz veräußert, um nicht das gesamte Unternehmen in Gefahr zu bringen.

Das wird den deutschen Rennfahrer Adrian Sutil wenig stimulieren, der eine bislang passable Saison im unterlegenen Spyker absolvierte, in der Presse aber wegen seiner Äußerungen, ähnliches Talent, wie der “von Null auf Hundert”- Primus Louis Hamilton böse abgewatscht wurde.

Festzuhalten bleibt, dass die Formel1 als globaler Marketingzirkus zwar taugt, wer aber im Kreise der großen Serienhersteller Windschatten fahren will, der braucht einen langen Löffel, wie das Sprichwort den Umstand umschreibt, wenn man sich mit dem Teufel an den Tisch setzt. Die ehrgeizigen Niederländer hatten wohl das falsche Besteck.

Kommentare

Ein Kommentar zu “Am Tisch mit Mercedes und Co - Spyker geht das Kapital aus”

  1. Marco
    19. August 2007 um 11:11 Uhr

    Tja, die Formel 1 ist kein Kindergeburtstag. Hier werden Budgets bereitgestellt, bei denen nicht jeder Firmeninhaber mithalten kann.
    Trotzdem finde ich es schdae, dass diese kleinen Teams so kaum Chancen haben. Wären die Fahrzeuge in vielen Bereichen vergleichbarer und würden sich einige Teams durch zu viel Geld nicht einen zu großen Technikvorsprung ermöglichen können, wäre der Rennzirkus für den Zuschauer wesentlich interessanter.
    Und welche Werbung auf den jeweiligen Fahrzeugen klebt, ist mir als Motorsportfreund relativ egal…

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