Top

BMW, Mercedes, Audi und das Elektroauto – ein Auguren-Job

8. August 2007 | robins

OSCAR - DAS ELEKTROSTADTAUTO OSCAR - DAS ELEKTROSTADTAUTO Vor der Tür scheint es, als ob man auf der Hinterparkplatz eines beliebigen Krankenhauses der Republik steht: Eine triste gelbe Klinkerverkleidung umgibt den Werkhof, lediglich das architektonisch anspruchsvolle, wellenförmige Dach der Werkhalle lässt etwas Besonderes ahnen. Genau hier werkelt der Zukunftsverein Akasol e.V. an der Zukunft des Automobils, an der Revolution, die in bald zum Totengräber des Verbrennungsmotors avanciert.

Nach ausrücklich gefordertem dreimaligem Klingeln kommt der freundlich junge Diplom-Ingenieur und erklärt die Auto-Zukunft. Denn der hauseigen entwickelte PKW ist der Bannerträger einer Revolution – anstatt alle paar hundert Kilometer an die Zapfsäule zu müssen tankt der „OSCAR“ einfach ein paar Kilowattstunden Strom.

Und das eigenartige an der besseren Seifenkiste ist: sie vermag zu faszinieren. Selbst ausgewachsene Automobilfans glauben auf einmal, einen Sprung in die Zukunft gemacht zu haben. Zwar sprotzt der Wagen nicht, wie ein echter Flitzer, er surrt- aber das immerhin bei bis zu 25.000 U/Min, was ein spezielles Getriebe notwendig macht. In solche Dimensionen dringen normalerweise lediglich Formel1-Triebwerke vor. Und OSCAR lässt sich auch nicht – legalerweise, dank Prototypen-Kennzeichen, lässig um die Darmstädter Innenstadttunnel jagen, er hoppelt vielmehr. Auch Schlaglöcher und Rinnsteinkanten nimmt er nicht gutmütig sondern gibt sie wie eine mittelalterliche Kutsche deutlich spürbar weiter.

Aber darum geht es am Ende schließlich überhaupt nicht. Denn als das 12 KW starke E-Monster, nach Aufforderung des immer noch höflichen Jung-Ingenieurs die leicht ansteigende Straße mit Bußgeld-Tempo weiter beschleunigend hoch rast, stellt sich die Gewissheit ein: Das kugelrunde Ding ist nur die unfertige Hülle für ein bereits funktionstüchtiges Antriebs-Prinzip: Elektromotor, gespeist von einer Hochleistungsbatterie, die Alltagstauglichkeit verspricht. Und das haben auch bereits die Scouts der Serienhersteller in Erfahrung gebracht.

Warum der Darmstädter Ingenieur so fröhlich, freundlich war gibt es in Teil 2 zu lesen.

Kommentare

Kommentieren Sie “BMW, Mercedes, Audi und das Elektroauto – ein Auguren-Job”
 





Alle mit einem Sternchen * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!

Bottom