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Toyota Racing im Schumi-Tal

7. Juni 2007 | robins

Da kann sich der Chef der Motorsportabteilung so deutlich hinter den jüngeren der beiden rasenden Schumacher stellen. Intern dürfte das Ende von Ralf Schumacher bei Toyota bereits ausgemachte Sache sein.

Foto: Toyota Foto: Toyota Das ist denn auch kein Wunder, schließlich verfügt Toyota mit geschätzten 400 Millionen Euro über den größten Etat der gesamten Rennserie und bezahlt ihrem Fahrer Schumacher jährlich rund 14 Millionen Euro. Dafür sammelten ihre Piloten Schumacher und Trulli in bislang fünf Rennen gerade mal fünf WM-Pünktchen.

So etwas nennt man einen Totalschaden. Schließlich ist die Formel 1 letzten Endes eine kapitale Marketingveranstaltung, die Sport beinhaltet, aber als Schaubühne für potente Markenwerte funktioniert. Dass Schumacher zuletzt nicht einmal in der Lage war, deutlich langsamere Rennwagen, beispielsweise den eines viel kleineren niederländischen Rennstalls zu überholen, kreiden ihm nun auch Experten an. So sagte Tourenwagen-König Klaus Ludwig, Schumachers Leistungen seien ein absolutes Rätsel: In Monaco war er ja nicht mal in der Lage, einen Spyker zu überholen. Das ist lächerlich.

Foto: Toyota Foto: Toyota Dass Schumachers Teamgefährte zuletzt deutlich schneller präsentierte macht dem Deutschen das Leben zusätzlich schwer. Und die mediale Wirkung, des in der Vergangenheit bereits als Rolex-Ralle verspotteten Rennfahrers ist ebenfalls zweifelhaft. Auch wenn japanische Unternehmen traditionell ihrem Ehrenkodex einen hohen Stellenwert beimessen, wie es der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Danner sieht: Wer die Mentalität der Japaner kennt, der weiß, dass er nicht gefeuert wird. Zu Ralf gibt es für Toyota keine Alternative.

Doch zuletzt kamen Gerüchte auf, der junge deutsche Rennfahrer Adrian Sutil, der bei Spyker unter Vertrag steht, wäre bei Toyota im Gespräch. Der junge Deutsche machte bereits durch hervorragende Trainingsergebnisse auf sich aufmerksam und ist stets erfolgreicher als sein arrivierter Teamkollege Albers.

Das würde passen, denn Erfolg das Lebenselixier ist in der Formel 1. Ohne Podiumsplätze und die auch ganz oben, ist die Rennserie für Serienhersteller nicht viel Wert. Das sagt auch Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer: Wer jahrelang nur hinterherkreiselt, dem schlägt der Misserfolg auch irgendwann auf’s Image. Schlechte Aussichten also für Ralf Schumacher, der irgendwie auch keine große Lust mehr auf’s Hinterherkreiseln zu haben scheint. Na ja, seinem Image wird das wohl kaum noch schaden können.

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